Gastgeber siegen nach fulminantem Schlussspurt

Ringen, Regionalliga: Thalheim schlägt Luckenwalde mit 15:11

Thalheim.

Es war ein hartes Stück Arbeit, aber am Ende haben es die Ringer des RV Thalheim dann doch geschafft. Mit 15:11 besiegten die "Mattenfüchse" am Samstagabend 1. Luckenwalder SC und zementierten den 2. Tabellenplatz hinter Markneukirchen, das am Wochenende kampffrei hatte.

Gegen die Brandenburger, die in der Vorwoche Lugau besiegt hatten, wogte der Kampf dabei von Beginn an hin und her. Zunächst hatten die Gäste nach Siegen von Alexander Röll und David Vala die Nase mit 6:0 vorn. Die Antwort der Thalheimer Sportler war beeindruckend: Peter Haase beherrschte im Limit bis 61 Kilogramm den 18 Jahre älteren Dennis Nowka nach allen Regeln der Ringerkunst, konnte im Stand sowie am Boden punkten. "Mit diesem klaren 12:0 habe ich nicht gerechnet", konstatierte Trainer Steffen Richter. Unnachahmlich war dann die Aufholjagd von Radek Dublinowski (98 kg) gegen Nationalkader Ilja Matuhin. Nach dem 3:2-Erfolg ließ sich der RVT-Athlet zurecht von den Fans feiern.

Als RVT-Neuzugang Florian Pohl (66 kg) dann einen vorzeitigen Sieg gegen Felix Löhnhardt errungen hatte, war die Pausenführung mit 8:6 wieder bei den Hausherren. Doch Luckenwalde hielt gegen und kam vor allem mit dem ehemaligen Junioren-Europameister Felix Menzel (71 kg) wieder heran. Als es vor dem letzten Duell 11:11 stand, ging RVT-Kapitän Tobias Löffler mit einer klaren Traineransage in den Kampf. "Er sollte vor allem seine kräftemäßige Überlegenheit ausspielen", skizzierte Steffen Richter die Marschroute gegen Sebastian Nehls. Dies gelang Löffler sogar mit technischen Leckerbissen. Für zwei unnachahmliche Aushebertechniken erhielt er jeweils die Höchstwertung von fünf Punkten. Nach nur 46 Sekunden war der Erfolg perfekt und der RV Thalheim hatte seinen ersten Sieg der Vereinsgeschichte gegen Luckenwalde in der Tasche.

Schon vor Beginn des Duells hatte sich in einem Nachholkampf der Markneukirchner Franz Richter gegen den Thalheimer Ondrej Dadak knapp mit 4:3 durchgesetzt. Das reguläre Liga-Duell zwischen beiden Teams vor zwei Wochen war in Abwesenheit der zwei Superschwergewichtler 10:10 ausgegangen, sodass beide nochmals ran mussten - mit dem besseren Ende für die Vogtländer. Für Thalheim heißt es nun morgen in Lugau Punkte sammeln, was nicht leicht werde. "Die haben sich gut verstärkt und tolle Ringer im Kader", so Richter. (hhä)

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