Helden des Winters beschließen lange Saison

Es ist geschafft: Der WSV Johanngeorgenstadt hat am Wochenende den vorerst letzten Wettkampf gestemmt. Für die hohe Einsatzbereitschaft gab es ein Geschenk.

Johanngeorgenstadt.

Ein besonderes Dankeschön für eine besonders lange Saison: "Winterbezwinger 2018/2019" steht auf den blauen T-Shirts, die jeder Kampfrichter des WSV Johanngeorgenstadt am Wochenende erhalten hat. Auf der Vorderseite ziert der Slogan "Wir sind Weltmeister" die Brust - als Hommage an Skispringer Richard Freitag und seine Goldmedaille mit der Mannschaft. Stolz schwingt in diesen Worten mit. Und stolz sein dürfen die Bergstädter allemal: 31 Wettkampftage stehen für die WSV-Mitglieder zu Buche. Den Abschluss bildete am Sonntag der Kammlauf, bei dem die Johanngeorgenstädter einen Versorgungsstand betreuten.

Zuvor mussten sie eine wetterbedingte "Niederlage" einstecken. Der Aufsprunghang der Jugendschanze war unterspült worden. Die Schneedecke brach bei den ersten Trainingssprüngen im Zuge der Sachsenmeisterschaft in der Nordischen Kombination und im Skisprung durch. "Die Sicherheit der Sportler geht vor, deshalb haben wir das Springen von der Jugendschanze ersatzlos gestrichen", sagte Steffen Bias vom Organisationsteam des WSV. Kampfrichter Christoph Beyer gestand, dass sich am Freitag nach der Absage Enttäuschung breit machte. Schließlich hatte der WSV, der als Ausrichter für Spitzkunnersdorf eingesprungen war, eine Woche lang versucht, die Schanze zu präparieren und für die Titelkämpfe herzurichten. "Es war ärgerlich, dass es dann nicht klappte, aber kein Grund zur Wut", so Beyer, der als Helfer in diesem Winter keinen Wettkampftag verpasste. Die Sprungwettbewerbe über die Minischanze und die kleine Schülerschanze sowie der anschließende Kombinationslauf am Loipenhaus fanden planmäßig am Sonnabend statt. Zirka 60 Sportler aus ganz Sachsen kämpften um die Medaillen.

Zu den fleißigen Helfern der Saison gehört auch Adalbert Schöning. "Besonders anstrengend war die Sachsenmeisterschaft im Skilanglauf", sagte er. Drei Tage lang waren dafür Helfer gefragt. "Und es ging immer sehr lange", bestätigt Beyer. Bis zum Abend sei man im Einsatz und am nächsten Morgen wieder beizeiten an der Loipe gewesen. Sowohl Schöning als auch Beyer sehen ihr Ehrenamt beim WSV aber als willkommene Abwechslung im Ruhestand. "Es macht Spaß. Noch dazu ist es sinnvoll."

Als anstrengend empfand diesen Winter auch Markus Gündel, der mit seinem Onkel Bernd Gündel für die Strecken verantwortlich zeichnete. "Jedes Wochenende war was los. Da ich noch keine eigene Familie habe, bin ich flexibel. Aber ab Mitte Februar ließen bei allen die Kräfte nach." Besonders viel Einsatz erforderte der Schülercup. "Der viele Schnee in dieser Zeit war heftig", so der junge Streckenchef, der sicher für alle spricht, wenn er sagt: "Jetzt sind wir froh, dass es geschafft ist."

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