Hohe Fehlerquote kostet SVS den Sieg

Die Schneeberger Frauen und die Zwönitzer Männer haben am Samstag in der Handball-Sachsenliga verloren. Bei den Damen ging es sehr knapp zu.

Schneeberg/Zwönitz.

Zu viele einfache Ballverluste haben den Frauen des SV Schneeberg in der Handball-Sachsenliga einen möglichen Heimsieg gegen den HC Leipzig II gekostet. Am Ende hieß es in der Silberstromhalle aus Gastgebersicht 28:29 (13:12). "Dass es nicht einfach wird, war uns klar, denn einige Akteurinnen der Gäste spielen parallel zur Sachsenliga in der Jugend-Bundesliga", erklärte SVS-Trainer Sascha Thieme. Im Vergleich zur Vorwoche hatte sich die Personallage beim Aufsteiger etwas entspannt, doch fehlten auch diesmal drei Spielerinnen. Zudem ging der Start diesmal völlig daneben. Schneeberg brauchte sechs Angriffe bis zum ersten Treffer. "Schuld daran war weniger die Torhüterin der Gäste. Wir haben uns mit etlichen Fehlern das Leben selber schwer gemacht", so Thieme. Der SVS straffte sich, führte zur Pause sogar. Das 16:20 (40.) drehten die Einheimischen in ein 25:24 (51.), konnten sich gegen das hartnäckige HC-Team allerdings nicht absetzen. In der dramatischen Schlussphase glich Linda Leonhardt 24 Sekunden vor Schluss zum 28:28 aus, doch die Messestädterinnen erzielten dann tatsächlich noch ihren Siegtreffer.

Schneeberg: Keßler, Kehrer, Putzker; Meyer (1), Martin (2), Küchler, Cindy Dörfel (3), Leonhardt (7/2), Bamler (2), Norr (3), Kolbe (7/2), Graupner (3). stl Mit 26:36 (8:17) verloren die Männer des Zwönitzer HSV ihre Sachsenliga-Partie gegen den Absteiger aus der Mitteldeutschen Oberliga, den HC Glauchau-Meerane, und bleiben damit auf dem 9. Tabellenplatz. Entscheidenden Anteil am deutlichen Gästesieg hatte ohne Zweifel Keeper Ludek Kylisek, der einen glänzenden Tag erwischte und mit einer gefühlten Quote von mehr als 60 Prozent gehaltener Bälle den Zwönitzer Angreifern einen Ball nach dem anderen abkaufte. "In dieser Verfassung und mit diesem Torhüter waren die Gäste heute sicherlich zu stark für uns. Allerdings haben wir uns taktisch auch nicht klug verhalten, nahmen uns zu viele Halbchancen und spielten in der ersten Hälfte mit zu viel Respekt", sagte HSV-Coach Frank Riedel.

Bis zum 2:2 (5.) war die Partie in der proppevollen Zwönitzer Handballhalle ausgeglichen, dann lief der HC-Keeper Kylisek zur Hochform auf. Nach seinen Paraden ging es mit Tempo nach vorn, was dem HC viele einfache Treffer und bereits zur Pause neun Tore Vorsprung einbrachte. Im zweiten Durchgang steckten die Erzgebirger nicht auf. So verkürzten sie bis zur 43. Minute mal auf 19:25.

Zwönitz: Kerner, Treuter; Brecko (5/1), Fritsch (3), Hartenstein (5), Becher, Koteso- vec, Treitschke, Schlömer (3), Küntzel (2), Löbner (4), Lieberei (3). bral

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