Hügel fasziniert Sportler und Fans

Rund 230 Fahrer werden am Wochenende beim Seiffener Motocross über die Strecke jagen. Vor allem auf eine Stelle freuen sich die Teilnehmer der Sachsenmeisterschaft.

Seiffen.

Eigentlich geht es im Motocross ums Tempo und die Zeit. Doch wenn Gert Rößler über die Strecke seines Vereins spricht, dann spielt auch die Weite eine Rolle. Schließlich biete der MSC Schwartenberg den Motorsportlern den längsten Sprung in ganz Sachsen. "Bis zu 47 Meter haben wir gemessen", sagt Rößler und betont noch einmal: "Dabei sind wir keine Skispringer." Dass auch die Fahrer auf ihren Maschinen weit durch die Luft fliegen können, wird am Wochenende wieder zu erleben sein. Denn Samstag und Sonntag richtet der MSC Schwartenberg zum 28. Mal den Seiffener Motocross aus.

"Von den Bambini bis hinauf zu den Old Masters haben 230 Fahrer gemeldet", so Rößler. Der 59-jährige Vereinsvorsitzende ist stolz darauf, dem Publikum Wettkämpfe auf hohem Niveau bieten zu können. Schließlich macht wieder einmal die Sachsenmeisterschaft in Seiffen Station. Dazu kommen noch die Kids und die Seitenwagen der LVMX, der Ländervereinigung der östlichen Bundesländer. "Auch Fahrer aus Hessen sind dort dabei", ergänzt Rößler, der einen prall gefüllten Zeitplan koordinieren muss. Am Samstag stehen Rennen in acht und am Sonntag Rennen in fünf Klassen auf dem Programm. Vormittags wird stets trainiert, ehe gegen Mittag die jeweils zwei Wertungsläufe aller Kategorien folgen.

Hohe Konzentration ist seitens des Vereins gefragt, um alles reibungslos über die Bühne zu bringen. Doch die Verantwortlichen und Helfer sind nicht nur am Wochenende gefragt. Ihre Arbeit hat schon vor Monaten begonnen. "In den vergangenen zwei Wochen ging die Vorbereitung dann in die heiße Phase", berichtet Rößler. Strukturelle Veränderungen an der 1800 Meter langen Runde waren zwar nicht möglich, weil dafür inklusive der Abnahme durch den Verband hohe Kosten nötig wären. Dennoch erweist sich schon allein der Erhalt der Strecke als wahrer Kraftakt. "Wir haben rund 400 Tonnen Erde aufgezogen", berichtet Rößler. Schließlich sollen den Fahrern auch diesmal optimale Bedingungen geboten werden.

Zu den Höhepunkten zählt der Seiffener Klubchef die MX-2-Rennen der Sachsenmeisterschaft, in denen auch sein Sohn Felix Rößler am Samstag kurz nach dem Mittag angreifen wird. Mit Antony und Bruce Schröder werden zwei weitere Lokalmatadoren dann am Sonntag ins Geschehen eingreifen. Sie wollen es in der sächsischen Hobby-Klasse wissen. "Mit 40 Fahrern ist sie am stärksten besetzt", betont Gert Rößler. Als weiteren Leckerbissen empfiehlt er die Seitenwagen-Wettbewerbe der LVMX-Serie, die am Sonntag kurz nach 13 Uhr beginnen. "Nicht zu verachten sind auch die Masters", sagt der Seiffener über die Senioren, die kurz darauf mit den Fahrern der Two-Stroke-Kategorie auf die Strecke geschickt werden. Die gehen auf Zweitaktmaschinen auf die Jagd nach der Bestzeit - und auf Weitenjagd.

8 Uhr: Freies Training, 9.50 Uhr: Pflichttraining, 13.15 Uhr: 1. Wertungslauf, 14.50 Uhr: 2. Wertungslauf, 17.30Uhr: Siegerehrung; Sonntag, 8 Uhr: Freies Training, 9.40 Uhr: Pflichttraining, 11.15Uhr: 1. Wertungslauf, 14.40 Uhr: 2. Wertungslauf, 17. 30 Uhr: Siegerehrung

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