Mit Mut ins Erzgebirgsderby

Die Zeiten, als es oft ganz knapp zwischen den Ringern aus Gelenau und Thalheim zuging, sind etwas her. Morgen sollen sie wieder aufleben.

Gelenau.

Zugegeben, in den jüngsten Jahren gab es meist wenig zu feiern für Gelenaus Ringer, wenn es gegen Thalheim ging. Schlimmer als beim 1:27 vor acht Wochen kann es aber kaum werden. "Wird es auch nicht. Ich denke, es geht eher wie früher zu", sagt Trainer Björn Lehnert vor dem Regionalligakampf. Mit früher meint er knapp. Für den Kampfabend im Sportareal Erzgebirgsblick lehnt sich der Verantwortliche des gastgebenden RSK etwas aus dem Fenster: "Zumindest einen Vergleich wollen wir gewinnen." Er zieht in seine Betrachtung den Vorkampf mit ein, wenn ab 17.30 Uhr die beiden zweiten Vertretungen aufeinandertreffen.

Das Augenmerk aber richtet sich ab 19.30 Uhr auf die mitteldeutsche Liga. Und da heißt es: Sechster gegen Zweiter oder 10:16 gegen 24:4 Punkte. Die Favoritenrolle liegt also klar bei den Gästen vom SV Tanne, die in der Saison nur zweimal gegen Krösus Markneukirchen verloren, ansonsten aber alle Vergleiche gewonnen haben. "Natürlich müsste bei uns alles passen und bei Thalheim einiges nicht, sonst ist eine Überraschung illusorisch", sieht es Lehnert realistisch. Aber einen Funken Hoffnung gibt es immer - und Überraschungen auch. So wie beim allerersten Zweitligakampf des RSK, als dieser vor 18 Jahren den haushohen Favoriten 13:12 niederrang. Von den bisherigen 19 Zweitligaduellen gegen den RSK hat der RVT allerdings 15 gewonnen. Und seit ab 2016 beide Vereine in der Regionalliga antreten, hatten die Thalheimer dreimal klar das bessere Ende für sich.

Aber - und daran klammern sich die Gelenauer - es muss ja nicht dauerhaft so sein. "Wir werden uns etwas einfallen lassen. Ob das aufgeht, entscheiden letztlich die Aktiven auf der Matte", blickt Lehnert aufs Derby. Am liebsten aber hätte er, dass es lange eng bleibt - und viele Ringkampffans sicherlich auch.

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