Motor weiter auf Höhenflug

Zum zehnten Mal in Folge sind die Marienberger Fußballer in der Landesklasse West ungeschlagen geblieben. Während sie einen Derby-Sieg feierten, setzte sich die Talfahrt der Gelenauer fort.

Marienberg.

Auf Tuchfühlung zur Spitze der Landesklasse West befinden sich die Fußballer aus Marienberg. Während der zweite Lokalvertreter Gelenau (15.) am 22. Spieltag mit der 18. Saisonniederlage weiter dem Abstieg entgegen taumelte, errang der Tabellendritte einen klaren Derby-Sieg und bleibt somit nur drei Punkte hinter dem Spitzenreiter SG Handwerk Rabenstein.

FSV Motor Marienberg gegen VfB Annaberg 3:0 (1:0). Statt auf Kunstrasen durften die Motor-Kicker erstmals seit dem Jahreswechsel im Lautengrundstadion auf Torejagd gehen. "Das ist schon eine gewisse Umstellung", betont Trainer Ronny Rother, dessen Elf aber nur rund zehn Minuten zur Eingewöhnung brauchte. Dann gaben sie in diesem Erzgebirgsderby klar den Ton an, auch wenn sich die Gäste aus der Kreishauptstadt keineswegs versteckten. "Mit seinen Kontern war der VfB gefährlich", gesteht Rother, der in "zwei, drei Situationen" beinahe das 0:1 erlebte. In Führung gingen aber dann doch die überlegenen Hausherren, als Kevin Werner mit einer Flanke von der rechten Seite Kenny Schmidt bediente und dieser per Kopf vollendete (22.). Weitere Chancen, die Führung auszubauen, ließen die Motor-Kicker liegen, sodass es mit einem 1:0 in die Kabinen ging. Dort forderte Rother seine Schützlinge auf, "noch mehr Bewegung" ins Spiel zu bringen und "den Ball schneller laufen zu lassen". Diese Anweisungen setzten die Marienberger um, kamen mit noch mehr Schwung zurück auf den Rasen und entschieden frühzeitig die Partie. Nach einem weiteren Kopfballtreffer von Kapitän Norman Fischer war vor allem das 3:0 beispielhaft für die spielerische Dominanz. Nach einer gelungenen Kombination legte Julian Schröter den Ball quer für Schmidt, der nur noch einzuschieben brauchte. Danach verhinderte nur die mangelhafte Chancenverwertung einen noch höheren Sieg, aber Rother wollte nicht meckern: "Wir sind da deutlich besser unterwegs als in der Hinrunde."

SSV Fortschritt Lichtenstein gegen BSV Gelenau 0:7 (0:3): Die Geschichte ist schnell erzählt. Der BSV, in dieser Begegnung mit vier A-Junioren und vier Akteuren aus der zweiten Mannschaft angetreten, bricht mit zunehmender Dauer ein. "Diesmal hatte ich keinen einzigen Innenverteidiger mehr, konnte aber auch die Jungs von Außen nicht reinziehen, weil sie dann dort gefehlt hätten. Die Lösung: Patrick Kolditz in die zentrale Defensive, das sagt wohl alles", erklärt BSV-Trainer Thomas Kersten. Dennoch geriet seine Elf nur durch einen unglücklichen Handelfmeter in Rückstand und musste bis zur Pause lediglich einen weiteren Gegentreffer hinnehmen. Doch mit nachlassender Kraft war es dann nur eine Frage der Zeit, bis weitere Tore für den SSV Lichtenstein fallen würden. "Die Gastgeber sind von Minute zu Minute arroganter geworden, das hat uns vielleicht vor einem noch höheren Debakel bewahrt", gibt Kersten zu. Selbst hatte seine Elf so gut wie keine Torgelegenheit. (mit mas)

Kaiser; Loos, Nestler, Haselbach, Wildfeuer (71. Berger), Blohm, Köhler, Szauties, Desczyk, Kopitzke, P. Kolditz; SR: Unger (Chemnitz); Z: 25; T: 1:0/3:0/7:0 Bär (10./HE/ 61./89.), 2:0 Kister (32.), 4:0/6:0 Börner (64./82.), 5:0 Kasper (69.)

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