Müdes Derby endet torlos

Das 0:0 im Kreisligaspiel zwischen dem FSV Zwönitz und dem TSV Elektronik Gornsdorf hilft keinem der beiden Teams weiter. Lehrgeld zahlten die beiden Aufsteiger aus der Region.

Zwönitz/Gornsdorf.

Es gibt begeisternde Null-zu-Nulls, denen am Ende nur die Tore fehlen und es gibt Partien wie die des FSV Zwönitz gegen den TSV Elektronik Gornsdorf am Sonntag in der Fußball-Kreisliga. 90 Minuten Kampf und Krampf, garniert mit zwei Platzverweisen für die Gäste kurz vor dem Spielende - wegen einer Notbremse und wegen Schiedsrichterbeleidigung. Tore: ebenfalls Fehlanzeige. "Das war ein richtig trostloser Kick mit einem Ergebnis, das uns nicht weiterhilft und den Gornsdorfern vermutlich auch nicht", sagte FSV-Trainer Alexander Thost. Seine Mannschaft, Tabellenachter, hatte gegen den Zehnten mehr Torchancen, doch abgesehen von einem Lattentreffer kurz vor Schluss war da wenig Zwingendes. "Uns hat die Zielstrebigkeit gefehlt. Ärgerlich, weil ich nach der Niederlage gegen Ehrenfriedersdorf letzte Woche eigentlich eine Reaktion sehen wollte."

Durften Zwönitzer wie Gornsdorfer zumindest einen Punkt mitnehmen, so gingen die beiden Aufsteiger aus dem Altkreis leer aus. Die SG Auerbach/Hormersdorf ging beim Zwölften aus Grünstädtel deutlich mit 2:5 baden - es war bereits die vierte Pleite in Serie. Die 2:0-Führung der Gastgeber aus der ersten Halbzeit konnten die Auerbacher im zweiten Durchgang dank eines Doppelschlags von Stefan Gärtz (55.) und Markus Ingo Endler (57.) ausgleichen, doch danach brach das Unheil über die Gäste herein, die auf Platz 14, den ersten Abstiegsplatz, abrutschten. Überragender Mann bei Grünstädtel war Kenny Hellmich, der drei Treffer markierte.

Der andere Aufsteiger, der SV Niederwürschnitz haderte indes mit dem 1:2 bei Spitzenreiter Lößnitz II. "Hinterher kommen immer alle an, gratulieren uns zu unserer guten Leistung und sagen dann, dass wir die nötigen Punkte für den Klassenerhalt schon noch holen werden. Ich kann das nicht mehr hören", sagte Trainer Michael Henschel. Zum wiederholten Mal habe man einem Gegner, sogar dem Tabellenführer, mehr als ordentlich Paroli geboten und sei letztlich an einer miserablen Chancenverwertung gescheitert. "Das ist dann manchmal auch einfach nur Pech", so Henschel, der hofft, dass es seine Jungs nächste Woche zuhause gegen Zwönitz besser machen. In der Tabelle ging es für die Niederwürschnitzer abwärts, sie liegen nurmehr auf Position 13.

Beste Mannschaft aus dem Altkreis ist weiter die Reserve des FC Stollberg, die dies am Sonntag bestätigte. Mit 6:3 fegte sie Schlusslicht Lauter von dessen Feld. Vincent Dörner (23./59.) traf für den Vierten doppelt, die übrigen Treffer der Stollberger erzielten Danny Skärke (10.), Justin Moyzio (57.), Steven Tonne (89.) und Kay Kreißel (90.). Ein möglicher Aufstieg in die Erzgebirgsliga sei aber kein Thema, betont Vereinschef Enrico Held. "Alle Punkte, die wir sammeln, sind Punkte für den Klassenerhalt."

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