Nationalteam trainiert im Erzgebirge für WM

Kegeln: Vorbereitung in Bernsbach hat bereits Tradition

Lauter-Bernsbach.

Die deutsche Kegelnationalmannschaft hat sich im Erzgebirge den Feinschliff für die Weltmeisterschaft im tschechischen Rokycany geholt. Die besten deutschen Kegler, die ab dem 18. Mai ins Geschehen der Welttitelkämpfe in der Mannschaft einsteigen, setzen schon seit einigen Jahren auf die Vorbereitung in Sachsen. Während sie auf dem Rabenberg trainieren, steht ihre Trainingsbahn in Bernsbach. "Sie sind vor ein paar Jahren auf uns zugekommen und haben gefragt, ob wir uns das vorstellen können", erinnert sich Bahnwart Ralf Ullmann. Natürlich konnte man sich das vorstellen. Mittlerweile wird die Bahn - eine sogenannte Pauly-Bahn, die im internationalen Kegelsport ein großes Renommee besitzen - zweimal im Jahr, im Januar und Mai, für die Nationalmannschaft bereit gehalten.

"Das wichtigste bei der Vorbereitung ist, die Bahn richtig zu präparieren", sagt Werner Brückner, der bei den Keglern des SV Saxonia Bernsbach für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. "Wachsen und Polieren sind das A und O. Sie müssen immer optimal vorbereitet sein." In Rokycany werden die deutschen Kegler ebenfalls auf eine Pauly-Bahn stoßen. Zu den Gegnern in der Vorrunde gehören Schweden, Österreich und Bosnien-Herzegowina. "Wenn wird dort weiterkommen, könnte es aufgrund der Konstellation schon in der ersten Ko-Runde passieren, dass wir auf den Titelverteidiger Serbien treffen", sagt Trainer Martin Herold. Dabei sind die Ziele hoch. Einen Podestplatz habe man im Blick. "2015, als wir uns zum ersten Mal in Bernsbach auf die Mannschafts-WM vorbereitet haben, holten wir Silber und 2017 Bronze", so Herold. Bei der Einzel-WM im vergangenen Jahr in Rumänien konnten die deutschen Kegler gleich dreimal Silber feiern. Zum Team gehören acht Spieler, zwei Trainer und ein Physiotherapeut. Neben den Trainingseinheiten in Bernsbach standen seit dem vergangen Mittwoch auch Athletik, Laufen und Muskeltraining auf dem Programm. "Wir achten in den fünf Tagen des Trainingslager auch auf Belastungs- und Ruhephasen", so Herold, der gestern durchaus feststellte, dass sich ein bisschen Müdigkeit breit machte. Nächstes Wochenende steht noch einmal Training an, am Freitag danach geht es nach Tschechien.

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