Plaketten kehren mit heim

Drei Erzgebirger haben das längste Endurorennen der Welt bestritten. Für zwei endete die Tortur mit Medaillen.

Wiesa/Grumbach.

Die Red-Bull-Romaniacs gelten als längstes und schwierigstes Extremenduro auf dem Planeten. Dem Prolog folgen vier lange Renntage in den Karpaten. Eine Herausforderung, der sich immer wieder Erzgebirger stellen. Diesmal waren gleich drei Piloten in Rumänien am Start. Dass an Dauersieger Graham Jarvis aus England kein Vorbeikommen sein würde, war ihnen klar. Dennoch strahlte ein Duo im Ziel in Sibiu fast genauso wie der Sieger.

Der Grumbacher Dirk Grocholski und der Cunersdorfer Felix Bräuer traten mit ihren Enduromaschinen in der zweithöchsten Kategorie an. Nicht nur ihre Klasse war mit mehr als 100 Fahrern gut besetzt, auch die Strecken sahen deutlich verschärfter aus als in den Vorjahren. "Tag 3 war der schwerste. Umso glücklicher bin ich, bei meinem ersten Start in der Silberklasse gleich das Ziel erreicht zu haben und die begehrte Medaille mit nach Hause nehmen zu können" sagte Bräuer, der auf Platz 61 landete. Auch Grocholski zeigte sich nach seiner Zielankunft zufrieden. Er nahm das erste Mal dieses Abenteuer in Sibiu in Angriff und konnte sich nach vier Tagen über Platz 59 freuen.

Nicht nach Wunsch lief es dagegen für Marcel Teucher. Der Wiesaer wollte wohl zu viel. Nach drei Starts in der Silber- versuchte er es diesmal in der Goldklasse. Mit 50 Profis war die bedeutendste Kategorie stark besetzt. Für Teucher, der über Magen- und Darmbeschwerden klagte, kam bereits am zweiten Tag das Aus. "Die Gold-Strecken sind irgendwie machbar, aber mit 160 Kilometern pro Tag für mich als Semi-Profi viel zu lang. Das unreine Flusswasser, das ich am ersten Tag aus der Not heraus in meinem Trinkrucksack gefüllt hatte, bescherte mir den Garaus. Mir fehlte einfach die Kraft, um das Rennen zu beenden", erklärte der 29-Jährige. "Das Risiko, eine Verletzung zu riskieren, war mir zu hoch", fügte der enttäuschte Endurofahrer an.

Nur ein kleiner Trost war für ihn die Tatsache, dass es auch unter den Spitzenpiloten viele Ausfälle gab. Nur 10 der 50 Profis erreichten das tägliche Ziel. "Die Romaniacs bleiben für mich das härteste Rennen der Welt", so Teucher, der bereits viele Extremenduro-Veranstaltungen miterlebt hat. (mit enis)

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