Quartett peilt vordere Plätze an

Der TSV Geyer, der TSV Mildenau, der SV Neudorf und der BSV Zschopautal wollen es der Konkurrenz so schwer wie möglich machen. Dennoch gelten die Blau-Weißen vom SV Deutschneudorf als heißester Anwärter auf den Staffelsieg in der Kreisliga Ost.

Annaberg-Buchholz.

Die Auftaktrunde ist gespielt, die ersten Achtungszeichen sind gesetzt. In der Fußball-Kreisliga Ost gab es zu Beginn von allem etwas: einen hohen Sieg und einen mit ganz vielen Toren, zwei Remis, zwei Auswärts- und zwei knappe Heimerfolge. Und dies alles in sieben Partien. So kann es weitergehen.

Aus Sicht der Vertreter des Altkreises Annaberg lief das ganz gut an. Der TSV Geyer, den einige nach dem 0:11 im Pokal gegen Großrückerswalde schon abgeschrieben hatten, belehrte die Kritiker eines Besseren. Nach dem 5:1 in Borstendorf ist er der erste Spitzenreiter der Spielzeit 2018/2019. Der bis auf wenige Veränderungen gleichgebliebene Kader - nur Marc Ihle ist zurück nach Ehrenfriedersdorf - macht da weiter, wo er als Staffelzweiter des Vorjahres aufgehört hat. Wenn die Bingestädter mehr Konstanz an den Tag legen als in der vorigen Serie, sind sie ein ernstzunehmender Konkurrent um die Tabellenspitze.

Dies will auch der BSV Zschopautal sein. Er hat im Duell der Erzgebirgsliga-Absteiger schon mal drei wichtige Auswärtspunkte aus Krumhermersdorf mitgebracht. Beim 6:4 fielen gleich zehn Tore. "Wenn wir nun in Deutschneudorf nicht verlieren, wäre das ein nahezu perfekter Start", sagt Abteilungsleiter Patrick Salzer. Der BSV ist trotz des Abstiegs weitgehend zusammengeblieben, sodass Trainer Tomas Vavra mit dem gleichen Kader eine weitere Saison arbeiten kann. Mit Thomas Rösch hat er zudem einen Angreifer gewonnen, der gleich zu Beginn mit zwei Treffern für Alarm in den gegnerischen Reihen gesorgt hat. Am Wochenende kehrt auch Michal Plochy ins Tor zurück, was zusätzliche Stabilität gibt.

Nahezu unverändert geht auch der TSV Mildenau in die Runde. Und fast wäre er seinem Minimalismusruf erneut gerecht geworden, hätte das 1:0 gegen Marienbergs Reserve gehalten. Doch in der dritten Minute der Nachspielzeit kassierte die Truppe den Ausgleich. Der Grundidee von Lothar Alter - "Ich bin kein Freund von wilden Spielen mit vielen Toren" - sind die Grün-Weißen aber einmal mehr treu geblieben. Sie gehören stets zu den Klubs, die am wenigsten Treffer kassieren. Im Schnitt waren es 2017/18 nur 1,23, 2016/17 nur 1,42 und 2015/16 sogar nur 0,96 Gegentore pro Spiel. Solch eine Stabilität ist die Basis des Mildenauer Spiels, das oft auch in Pokalpartien für Überraschendes sorgt.

Beim SV Neudorf zündet es eher andersherum. Dort ist der Angriff das Paradestück, besonders wegen Thomas Löser. In der Elf von Christian Steingräber wirbelt er besonders und bringt die gegnerischen Defensivformationen ins Trudeln. Zwar war davon zum Auftakt beim mageren 1:0 gegen Amtsberg noch nicht viel zu sehen, doch da fehlte Löser noch. Läuft er auf, schrillen bei allen Kontrahenten die Alarmglocken. In der abgelaufenen Spielzeit war der 30-Jährige mit 42 Treffern klarer Staffelkrösus.

Als heißester Kandidat auf den Staffelsieg werden die Männer des SV Deutschneudorf gehandelt. Nach zwei Tiefschlägen - erst fehlte ein Tor zum Klassenerhalt, dann verlor das Team das Erzgebirgspokalfinale im Elfmeterschießen gegen Crottendorf - macht sich laut Trainer Olaf Mehnert nun "Aufbruchstimmung" breit. Dass seine Elf nach solch frustrierenden Erlebnissen so schnell die Freude am Fußball wieder gewonnen hat, liegt auch an der personellen Situation. Musste sich Mehnert in der vergangenen Saison oftmals darum sorgen, überhaupt elf Spieler auf den Rasen schicken zu können, hat er nun eher die Qual der Wahl. Da er in jeder Übungseinheit 15 bis 20 Spieler dabei hatte, lief die Vorbereitung inklusive Trainingslager optimal. Der Kader und die Einstellung lassen für den Trainer nur ein Ziel zu: "Wir wollen wieder hoch. Das ist unser Anspruch." (mit anr)


FV Amtsberg

Tor: Philipp Bär (23), Heiko Hertel (46)

Abwehr: Dirk Eppendorfer (44), Sten Hunger (40), Erik Gläser (23), Justin Möller (20), Mirko Fritzsche (26), Richard Vogelsang (26), Walter Krause (23), Felix Morgenstern (25), Clemens Anger (22), Marko Stiegler (24), Marcus Müller (23), Florian Gläser (19)

Mittelfeld: Erik Brückner (19), Martin Krämer (29), Christoph Schardt (21), Dominik Paatz (18), Marc Meerstein (18)

Sturm: Robert Gerhardt (33), Florian Günther (25), Alfred Löffler (24), Felix Bernt (31), Henry Winterstein (19)

Zugänge: Fritzsche (BSV Gelenau), Brückner, Winterstein, Gläser, Paatz, Meerstein (alle eigener Nachwuchs)

Abgänge: Komildzhon Kayumov (unbekannt)

Trainer: Dominik Heeger

Co-Trainer: Jens Gläser

Mannschaftsleiter: Dirk Eppendorfer

Vorsitzender: Jürgen Richter

Spielstätte: Sportplatz Weißbach/Sportplatz Dittersdorf

Spielkleidung: schwarz/schwarz oder neongrün/grau

Trikotsponsor: Vodafoneshop/Sportstudio Thum


SG Rotation Borstendorf

Tor: Marcus Rüger, Ben Kopper

Abwehr: Robin Swigon, Sören Böhm, Franco Böhm, Christian Ender, Sebastian Ender, Oliver Ullmann, Kenneth Wiechert, Domenic Schwoy, Andre Uhlig

Mittelfeld: Oliver Schubert (C), Sten Adler, Randy Schroth, Fabian Knorrn, Sebastian Schneider, Javier, Patrick Mittag, Nick Emmrich, Erik Freyer,

Sturm: Mario Schwoy, Paul Bach, Daniel Sousa

Zugänge: keine

Abgänge: Ronny Jäkel (Laufbahn beendet)

Trainer: Mirko Limbach

Co-Trainer: Jörg Walther

Mannschaftsleiter: Olaf Schwulst

Abteilungsleiter: Ronald Göttlich

Vorsitzender: Robin Swigon

Spielstätte: Floßmühler Höh

Spielkleidung: schwarz/weiß

Keine weiteren Angaben


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