Röhrgrabenlauf: Spanne von 3 bis 90

Bekannte Gesichter haben sich in die Siegerlisten des Ehrenfriedersdorfer Laufs eingetragen. Viele stammen aus dem Erzgebirge.

Ehrenfriedersdorf.

Sindy Kermer und Marco Häßler, Vorjahressiegerin und Vorjahresvize, sind beim 29.Röhrgrabenlauf allen anderen davongerannt. Dies kam auf der Hauptdistanz über 20 Kilometer wenig überraschend. Unterm Strich, so Organisator Thomas Richter, sind 230 Teilnehmer angetreten. "Wenn das zweite Oktoberwochenende in die Ferien fällt, sind immer ein paar Kinder weniger da. Dies ist diesmal der Fall gewesen", so Richter, der in der Vergangenheit auch schon mehr als 300 Kinder, Frauen und Männer begrüßen konnte.

Eine, die seit Jahren anreist, ist die gebürtige Ehrenfriedersdorferin Sindy Kermer. Am Sonnabend hat sie zum fünften Mal in Folge die schnellste Frauenzeit über 20 Kilometer hingelegt. "Das macht Spaß. Ich mag die anspruchsvolle Strecke und laufe immer zwei Runden durch den schönen Wald", erzählte die 33-Jährige, die für den SC DHfK Leipzig startet. Auch Marco Häßler ist fast jedes Jahr dabei und in den Ergebnislisten immer weit vorn zu finden. "Einen Podestplatz hatte ich mir vorgenommen", so der Vorjahreszweite. Diesmal kam der 30-Jährige vom SC Norweger Annaberg als Erster zurück ins Greifensteinstadion und war selbstredend zufrieden.

Während sich 33 Läuferinnen und Läufer zweimal auf die Zehn-Kilometer-Runde machten, waren es über eine Runde deutlich mehr: 82. Eine ganze Menge der Sieger gehört zu Vereinen und Orten aus der Region - von den Gastgebern aus Ehrenfriedersdorf und Thum über Annaberg, Crottendorf, Hohndorf, Pobershau, Gebirge, Gornsdorf, Neukirchen, Wildenau, Zwönitz, Zschopau bis Gelenau. Hinzu kamen die Starter über die kürzeren Distanzen, die zwischen 1 und 5 Kilometer betrugen. Einer ragte dabei heraus. Denn Harald Kraut von Post Chemnitz, Jahrgang 1929, schaffte es über 5 Kilometer in 38:34 Minuten ins Ziel. Für den 90-Jährigen, der erst vor 40Jahren mit dem Laufen begonnen, aber nie wieder aufgehört hat, eine bemerkenswerte Leistung. Er war immerhin 87 Jahre älter als Henning Haustein vom TSV Cunersdorf, dem Jüngsten des gesamten Feldes mit Jahrgang 2016.

Der Röhrgrabenlauf bietet eben oft Besonderes. "Diesmal konnten wir 14 Nordic Walker begrüßen, mehr als sonst", so Thomas Richter, der wieder auf die Hilfe von rund 70Frauen und Männern bauen konnte. "Auf THW, Feuerwehr und Stadt ist immer Verlass", lobte er.

www.lsv-waldfrieden-thum.de

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