Saison an den Platten vorzeitig beendet

Tischtennis: Aktueller Stand ergibt laut Verband die Abschlusstabellen

Lugau.

Die Tischtennisspieler aus dem Erzgebirge können für die neue Saison planen. Der Deutsche Tischtennis-Bund und die 18 Landesverbände beschlossen am Dienstagabend per Telefonkonferenz, die Spielzeit 2019/20 wegen des Coronavirus bundesweit abzubrechen - und das auf sämtlichen Spielebenen, inklusive der Pokalwettbewerbe. Die Abschlusstabellen ergeben sich aus dem Stand zum Zeitpunkt der Aussetzung des Spielbetriebs am 13. März, mit allen Konsequenzen für den Auf- und Abstieg. "Die Relegationsspiele wurden ebenfalls gestrichen. Deshalb dürfen die Mannschaften auf den oberen Relegationsplätzen aufsteigen, die auf den unteren Relegationsplätzen bleiben drin", sagt Thomas Neubert, der Präsident des sächsischen Verbandes. Die Entscheidung über den Abbruch sei mehrheitlich gefallen.

Dieser Schritt trifft in der Region insbesondere den TSV Elektronik Gornsdorf äußerst schmerzlich. Ausgerechnet im 50. Jahr seiner Oberliga-Zugehörigkeit muss der viermalige DDR-Mannschaftsmeister den Gang in die Sachsenliga antreten. Gornsdorf ist nur Tabellenneunter, liegt also auf einem direkten Abstiegsplatz. "Allerdings haben wir zwei Spiele weniger bestritten als die Konkurrenz. Deshalb ist die Entscheidung befremdlich", sagt TSV-Vereinslegende Rudi Pfüller. Der Weg, den die Volleyballer gegangen sind, wäre aus seiner Sicht der deutlich bessere gewesen: "Dort durften alle Mannschaften drinbleiben, die rechnerisch noch die Chance auf den Klassenerhalt hatten."

Während bei den Elektronikern tiefe Trauer angesagt ist, knallen beim TTC Lugau unterdessen die Korken. Der Tabellenführer der Sachsenliga, dessen Aufstieg ohnehin nur noch Formsache war, darf nun definitiv in der kommenden Saison in der Tischtennis-Oberliga Mitte an den Start gehen. "Dass wir höher als Gornsdorf spielen, das hat es überhaupt noch nicht gegeben", sagt Vereinssprecher André Carlowitz, der gegen den Rivalen trotzdem gern angetreten wäre. Denn Derbys seien "das Salz in der Suppe".

Freuen über die Entscheidung dürfen sich auch die Männer des 1.TTV Schwarzenberg, die als Zweite in der Sachsenliga das Aufstiegsrecht erhalten. Die zweiten Mannschaften aus Gornsdorf und Lugau beenden ihre Saison in der Landes- liga als Fünfter beziehungsweise Siebter und bleiben dieser Spielklasse damit erhalten. In der Sachsenliga der Damen können der TTV Hohndorf (6.) und die SG Sorgau (7.) den Klassenerhalt bejubeln. (ac/jüw)


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