Teils stolze Bilanzen können Alltagssorgen nicht überspielen

Über ihre Situation klagen viele Sportarten. Auch im Tischtennis gibt es Sorgen. Nur elf Nachwuchsmannschaften nehmen in Annabergs Liga an Punktspielen teil. Vereine gibt es deutlich mehr.

Annaberg-Buchholz.

Elf Dreier-Mannschaften aus dem Nachwuchs haben in der abgelaufenen Saison um Tischtennispunkte in der Kreisklasse gekämpft. Das Rennen in der Annaberger Liga der Talente und Neulinge machte dabei der TTC Annaberg mit 16 Siegen bei nur 4 Niederlagen. Der SV Blau-Weiß Crottendorf folgt mit 15 Siegen knapp dahinter. Der dritte Rang ging an den TSV Schlettau, der drei Einzel besser abschnitt als die punktgleichen Jungs und Mädels von Handwerk Tannenberg.

Bester Einzelspieler unter 65 Aktiven war Colin Kautzschmann (Annaberg) mit einer stolzen Bilanz von 37 Siegen bei nur einer Niederlage. Nele Baumann aus Schlettau folgt mit einer beachtlichen Quote von 29:7 dahinter. Im Doppel glänzten Colin Kautzschmann und Moritz Döhling aus Annaberg mit 13:1 Zählern vor dem Duo Felix Sywall/Adrian Lauckner (Zwönitz/Elterlein), die mit 11:3 abschnitten.

"Für die Nachwuchsspieler sind die Erfolge schon wichtig - und für manche die ersten Gelegenheiten, um wettkampfmäßig dem Tischtennisball nachzujagen. Sie sollen damit Spielpraxis erwerben", berichtet Spielleiter René Schönheider. Gespielt wird dabei vorwiegend an den Trainingstagen der Vereine, Auf- oder Abstieg gibt es nicht. Die Beteiligung der Teams aus neun Vereinen zeigt auch deutlich, wo vorbildliche Nachwuchsarbeit geleistet wird und wo Schüler- und Jugendmannschaften auf die Beine gestellt werden. Sie zeigt aber auch, dass sieben Vereine derzeit keine Nachwuchsmannschaften melden. Dabei gab es vor 2015 sogar noch getrennte Schüler- und eine Jugendklasse. "Aufgrund der wenigen Meldungen mussten wir jedoch beide zusammenlegen", berichtet Schönheider.

Das Gros stellen Vereine aus dem Annaberger Raum, wobei die Schlettauer und die Crottendorfer sogar zwei Teams ins Rennen schickten. Schwarzenberg ist dazugekommen, weil es im Altkreis Aue-Schwarzenberg keine Nachwuchsklasse gibt. Dagegen bilden Stollberg mit acht und das Gebiet des ehemaligen Mittleren Erzgebirgskreises mit sieben Teams eigene Jugendklassen.

Dass es aber durchaus noch einigen Tischtennisnachwuchs gibt, haben in der Turnhalle Grenzenlos in Annaberg-Buchholz die Erzgebirgsspiele bewiesen. Mehr als 100 Mädchen und Jungen aus dem gesamten Kreis waren an 12 Platten aktiv. Dabei hatte sich der TSV Schlettau als bester Verein entpuppt und klar vor dem TSV Arnsfeld und dem Geyersdorfer SV die Teamwertung gewonnen. Nele Baumann gewann nach ihrer guten Punktspielbilanz auch da den Titel.


Tischtennis-Nachwuchskreisklasse

Abschlusstabelle

1. TTC Annaberg104:36 32:8

2. SV Crottendorf A89:51 30:10

3. TSV Schlettau90:50 28:12

4. TTSV Tannenberg87:53 28:12

5. TTSV Zwönitz-Elt.75:65 20:20

6. TSV Schlettau II73:67 20:20

7. TSV Arnsfeld66:74 20:20

8. BSV E'friedersdorf60:80 14:26

9. Schwarzenberg45:95 14:26

10. Geyersdorfer SV54:86 12:28

11. SV Crottendorf B27:113 2:38

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