Thalheim bleibt weiter punktlos

Gegen Marienberg haben die Landesklasse-Kicker des SV Tanne mit 1:2 den Kürzeren gezogen. Die Leistung machte dem Trainer aber Hoffnung.

Thalheim.

Noch in der vergangenen Woche, beim 0:3 zum Saisonauftakt zuhause gegen Annaberg, hatte René Wendler seiner schlechten Laune freien Lauf gelassen. Eine "Reaktion" hatte der Trainer des SV Tanne nach der Pleite von seinem Landesklasse-Team gefordert.

Die bekam er gestern dann auch - allerdings mit einem nicht unerheblichen Schönheitsfehler. Denn auf der Anzeigetafel im Marienberger Lautengrundstadion war zum Zeitpunkt des Abpfiffs ein 2:1 zu lesen. Wieder verloren. Wieder keine Punkte. "Aber diesmal war die Niederlage äußerst unglücklich. Man kann das nicht anders sagen", so Wendler.

In der Tat zeigten die Zwönitztaler von der ersten Minute an eine Leistung, die in nichts mehr an den blamablen Auftritt vor Wochenfrist erinnerte. Defensiv kompakt, ließen die Gäste die Hausherren, die zum Auftakt 2:1 bei Absteiger Reichenbach gewonnen hatten, kaum zur Entfaltung kommen. Nach 23 Minuten folgte dann trotzdem die kalte Dusche. Einen Freistoß von der Seite klärte die Verteidigung zu kurz. Der Ball landete bei Kevin Werner, der vollstreckte. Nur sieben Minuten später ließ Tanne-Keeper Oliver Post einen Fernschuss-Aufsetzer nach vorn prallen und Kai Hamann staubte zum 2:0 ab. Die Gäste zeigten sich davon aber nicht geschockt und kamen schnell zum Anschluss. Manuel Grasse bediente in der Mitte David Koch - und der Stürmer, der nach der vergangenen Saison seine Laufbahn eigentlich für beendet erklärt hatte, behielt die Nerven, tanzte den Keeper aus und schob ein.

Im zweiten Durchgang drängten die Gäste mehr und mehr auf den Ausgleich. Eine Viertelstunde vor Ultimo löste der Coach dann die Viererkette auf und agierte fortan mit drei Spitzen. Das zahlte sich umgehend aus. Bis zum Abpfiff hatten die Thalheimer Chancen im Minutentakt, doch der Ball wollte einfach nicht ins Tor. "Teilweise war es der Torwart, teilweise das eigene Unvermögen oder der letzte Pass, der gefehlt hat", ärgerte sich Wendler, der hofft, dass seine Schützlinge den Schwung ins nächste Ligaspiel zuhause gegen Lichtenstein mitnehmen können - und dann endlich mit dem Punktesammeln beginnen. Zuvor allerdings rückt kommenden Sonntag Oberligist Eilenburg zur zweiten Runde des Sachsenpokals in Thalheim an - nicht gerade das Lieblingslos des Coaches, der lieber einen Zuschauer-Krösus wie Chemie Leipzig gehabt hätte. "Aber wir nehmen es so, wie es kommt", so der Coach.

Statistik Thalheim: Post, Vogel (76. Haase), Walther, Kirsten, Msalam, Koch, Rechner, Teichert, Kretzschmar, Schaarschmidt (63. Neukirchner), Grasse; Tore: 1:0 Werner (23), 2:0 Hamann (30.), 2:1 Koch (40.); SR: Schiepe (Muldenhammer; Z: 104

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