Verdienter Erfolg trotz Makel

Ringen: Thalheim schlägt zum Ligastart Leipzig

Thalheim.

Eine ganze Menge Neuerungen hatten sich die Verantwortlichen des RV Thalheim einfallen lassen, um den 350 Zuschauern mehr Attraktivität bei Heimkämpfen zu bieten. Neben dem mit Beifall bedachten Auftritt einer Trommelgruppe gab es unter anderem eine neue Fantribüne, neue Lichttechnik auf LED-Basis und neue, von Mitgliedern, Fans und Sponsoren finanzierte Bestuhlung. Auf der Matte lief es im Anschluss auch - Thalheim siegte 14:12.

Dabei gerieten die Gastgeber zunächst sogar in Rückstand - drehten diesen aber bis zur Pause (10:3) dank vier Siegen in Folge. Mitverantwortlich für die Aufholjagd war ein Galaauftritt des 38-jährigen Routiniers Radek Dublinowski. Ihm gelang im ungewohnten klassischen Stil das Kunststück, gegen seinen zwölf Jahre jüngeren Gegner Tom Zymara einen 0:10-Rückstand in einen 12:10-Punktsieg umzumünzen. Ein abgezockter Peter Haase, ein Benjamin Opitz, der seinen Gewichtsnachteil von 16 Kilogramm mühelos wegsteckte, und ein topfitter, 40-jähriger Neuzugang Mario Koch, bauten die Führung aus.

Einem souveränen, so vorher nicht abzusehenden Heimerfolg stand daher im Grunde nicht viel im Wege - hätte nach der Pause nicht Chris Schneider die Kontrolle verloren. Nach einer umstrittenen Verwarnung wegen angeblicher Beinarbeit bröckelte seine zunächst klare Führung gegen den Leipziger Max Stuhr zusehends. Dennoch stand nach sechs Minuten zunächst ein 9:7-Punktsieg für Thalheim auf der Anzeigetafel. Warum sich der junge RVT-Akteur danach zu einer Beleidigung des Kampfrichters hinreißen ließ, blieb unerklärlich. Durch die Disqualifikation geriet das Team noch einmal unerwartet unter Druck - im letzten Vergleich des Abends wäre sogar noch ein Remis für Leipzig möglich gewesen. Dies verhinderte aber RVT-Kapitän Tobias Löffler konzentriert und mit viel Einsatz. Gegen Bartosz Sikora, einen polnischen Neuzugang der Gäste, ließ er nur eine knappe Punktniederlage zu. (thrie)

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