Vier Vereine wollen neue Ära einläuten

Dem ersten Spieltag einer Saison fiebern die Fußballer immer mit enormer Spannung entgegen. Für einige Teams der Kreisliga Ost ist der Auftakt 2019/20 aber ein ganz besonderer. Nach krassen Veränderungen setzen sie auf einen Neuanfang, der möglichst rasch Früchte tragen soll.

Zschopau.

Einen Vorgeschmack hat der Erzgebirgspokal bereits geboten, doch so richtig ernst wird es für die Fußball-Teams der Region erst am Sonntag. Dann ertönt der Anpfiff der neuen Meisterschaftssaison, von der sich vor allem vier Kreisligisten aus dem mittleren Erzgebirge viel versprechen. Schließlich stellt das Spieljahr 2019/20 für sie einen Neuanfang dar - aus unterschiedlichen Gründen.

Bei der SV Olbernhau gilt es, die Turbulenzen abzuhaken, die im Frühjahr zum Rückzug aus der Landesliga führten. "Für den Verein ist das schon eine Art Neuanfang", sagt Trainer Simon Fron, der diese Aussage aber nicht direkt auf seine Mannschaft übertragen will. Schließlich handelt es sich bei dieser um ein "eingespieltes Team", das im Vorjahr die 1. Kreisklasse Ost dominierte und nun seine Entwicklung in der Kreisliga fortsetzen will. Dennoch ist der Druck enorm, denn aus der von Fron trainierten zweiten ist die erste Mannschaft geworden - das Aushängeschild eines arg gebeutelten Vereins, der gern wieder für positive Schlagzeilen sorgen würde.

Einen Rückschritt hat auch der SV Tirol Dittmannsdorf hinter sich, der den Klassenerhalt in der Erzgebirgsliga verfehlte. Nach den letzten beiden Erlebnissen dieser Art gelang jeweils der sofortige Wiederaufstieg, weshalb die Tiroler von den letzten 24 Jahren nur zwei in der Kreisliga verbrachten. Doch diesmal dürfte die sofortige Rückkehr schwer zu realisieren sein, denn mit dem Abstieg ging ein personeller Schnitt einher. Nach dem Abschied dreier Routiniers wurde das Team verjüngt. "Jetzt muss sich die Truppe erst einmal finden. Ziel ist es, einfach guten Fußball zu spielen", sagt Michael Viertel. Schon mit einem der Ränge 3 bis 5 wäre der Abteilungsleiter hoch zufrieden, denn der Neubeginn des SV Tirol ist auf längere Zeit ausgelegt.

Auf den eigenen Nachwuchs setzt ebenso der FSV Zschopau/ Krumhermersdorf, der erstmals seit vielen Jahren keine tschechischen Akteure mehr in seinen Reihen hat. "Das ist unsere Philosophie. Nur deswegen bin ich hergekommen", sagt der neue Trainer Dominik Heeger, der die junge Generation des FSV möglichst schnell im vorderen Mittelfeld der Kreisliga etablieren will. Für die Spielgemeinschaft Gebirge/ Gelobtland/Satzung würde nach dem Aufstieg schon der Klassenerhalt einen riesigen Erfolg darstellen. Vor drei Jahren wurde die Kooperation des ATSV und der ISG aus der Not geboren, weil andere Partner für geplante Spielgemeinschaften abgesprungen waren. "Aber jetzt erweist sich der Zusammenschluss für alle als Glücksfall", sagt Trainer Norbert Mauersberger, der auf möglichst viele Jahre in der Kreisliga hofft.

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