Wenige Spiele, viele Unterschiede

Die Ausgangslage für die Fußballer der Region ist bereits nach zwei Runden in der Erzgebirgsliga ganz verschieden. Zähler soll es am 3. Spieltag aber für alle Teams geben.

Annaberg-Buchholz.

Unterschiedlicher als bei den Erzgebirgsliga-Fußballern der Region hätte der Start nicht verlaufen können. Am 3. Spieltag könnte es sich aber "einrütteln".

Der VfB Annaberg (6./3 Punkte) hat bislang nur eine Partie bestritten und diese mit 4:0 in Schwarzenberg deutlich gewonnen. Das ist kein Nachteil, denn die VfB-Auftritte im Sachsenpokal gegen Eutritzsch und Oberlungwitz machen Mut, wie Trainer Tobias Moritz sagt: "Vor allem in der Defensive war das alles sehr ordentlich. Auch System-Änderungen haben die Jungs bereits gut verinnerlicht." Moritz nimmt viel Positives mit aus den Pokalspielen, auch wenn er darauf hinweist, dass Liga und Pokal "zwei Welten" sind. "In der Liga versucht jeder, dem Gegner sein System aufzuzwingen. Das macht es deutlich schwerer", so der VfB-Trainer. Mit Eintracht Bermsgrün (11./1) kommt am Sonntag zudem ein unbequemer Kontrahent in die Kreisstadt. "Ein schwieriger Gegner, der sehr körperbetont spielt. Aber wir müssen und werden den Kampf annehmen", so Moritz.

Einen Rang vor dem VfB ist der SV Blau-Weiß Crottendorf (5./4) zu finden, der sich über den Saisonstart gar nicht so richtig freuen kann. "Es hätten sechs Punkte sein können", sagt Spielertrainer Marcus Süß. "Das 1:1 gegen Bermsgrün war angesichts einer halben Stunde Überzahl und der Chancen eigentlich zu wenig." Doch die Punkte, die man nun habe, nehme einem keiner mehr weg, so Süß weiter. Jetzt gelte es, weiter Zähler zu sammeln und den Abstand zu den Abstiegsplätzen auszubauen. Die nächste Gelegenheit dafür bietet sich den Blau-Weißen am Sonntag beim FV Krokusblüte Drebach/Falkenbach (8./3). "Wir fahren da nicht hin, um nur knapp zu verlieren. Ein Punkt soll es schon werden", gibt er die Marschrichtung für seine Mannschaft vor. "In der Erzgebirgsliga kann jeder jeden schlagen. Sie ist eine Wundertüte."

Vielleicht hält diese Wundertüte endlich auch die ersten Zähler für den BSV Gelenau (16./0) bereit. Die Schwarz-Weißen haben mit argen Personalnöten zu kämpfen, aber auch die Einstellung habe zum Auftakt nicht in jedem Fall gestimmt, erklärt Trainer Nico Barthold. Nun soll sich das ändern - am Sonntag reist der BSV zum bislang ebenso punktlosen Aufsteiger: zum SV Affalter (14.).

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