Wölfe empfangen Haie: Wer zeigt im Finale mehr Biss?

Auf dem Spiel steht viel: Es geht um den Titel der Eishockey-Regionalliga Nord/Ost. Schönheide als Ost-Meister will nun noch das beste Team der Staffel Nord bezwingen. Das erste Duell mit Sande steigt am Sonnabend im Erzgebirge.

Schönheide.

Ihre überragende Saison wollen die Schönheider Wölfe krönen. Nach dem Meistertitel der Staffel Ost in der Eishockey-Regionalliga und dem Gruppensieg in der Verzahnungsrunde soll nun der Titel Nord/Ost her. Dazu geht es gegen das beste Team der Nord-Staffel. Die Playoff-Runde hält maximal drei Partien bereit. Gewinner ist, wer zwei Spiele gewinnt.

Die erste Finalbegegnung steigt am Sonnabend im Eisstadion an der Neuheider Straße. 19.30 Uhr ist der ECW Sande Jadehaie zu Gast. "Wir wünschen uns dazu natürlich volles Haus und Superstimmung", sagt Wölfe-Sprecher Markus Gläß. Doch wer ist der Gegner aus dem Landkreis Friesland? Die Eishockey-Tradition in Wilhelmshaven reicht bis 1964 zurück. 1989 erfolgte der erste Aufstieg in die Regionalliga. "Bis zu 2500 Zuschauer lockte das zu den Spielen", so Gläß. Ab 1992 lief der EC Wilhelmshaven-Stickhausen in der damals drittklassigen Oberliga auf, die sich 1994 auflöste. Der Club war dann in der zweitklassigen 1. Liga und ab 1999 in der 2. Bundesliga vertreten, ehe er 2001 Konkurs anmeldete. Ein Jahr später wurden die Jadehaie gegründet, spielten in der Regionalliga Nord. Im März 2005 folgte erneut eine Insolvenz. Als Nachfolger wurde der EC Wilhelmshaven-Friesland gegründet, der für 2006/07 wegen ungeklärter Hallensituation und hoher finanzieller Belastung auf den Spielbetrieb verzichtete und diesen mit dem Abriss der Eishalle Wilhelmshaven 2008 ganz einstellte. Vor den Toren der Stadt in Sande baute man 2015 eine vorhandene Halle zur Eishalle um. Der neue ECW Sande Jadehaie stieg 2016/17 in die Landesliga-Nord ein und dann über die Verbands- in die Regionalliga auf. Eine bewegte Vergangenheit - und als Nord-Meister sowie Gruppensieger eine zuletzt ähnlich erfolgreiche Saison wie für die Wölfe in der Ost-Staffel.

Allerdings gibt es einen gravierenden Unterschied: Die Regularien in der Nord-Staffel lassen zu, dass alle Clubs bei den erlaubten Ausländerstellen keine Einschränkungen für kontingentpflichtige EU-Angehörige hatten. So stehen im Kader von ECW-Trainer Sergey Yashin fünf Letten und drei Slowaken, die noch dazu Leistungsträger sind. Am bekanntesten ist Topscorer Vitalijs Hvorostinis, der 2016/17 in 15 Spielen sogar für die Wölfe auflief. Auch Spieler wie der Ex-Rostocker Karol Bartanus, Peter Boon, Nick Hurbanek, Vitalij Janke und Vjatcheslav Koubenski dürften vielen Fans ein Begriff sein, ist Markus Gläß sicher.

Statistisch erzielten die Jadehaie diese Saison etwas mehr als fünf Tore pro Spiel. "Im Gegenzug kassierten sie nur zwei Treffer", so Gläß. Zwar haben in all diesen Statistiken die Schönheider die besseren Werte. Doch das Finale wird ein heißer Tanz, wenn Wölfe und Haie sinnbildlich die Zähne fletschen. Allein Tagesform und Ergebnis zählen.

Gutes Omen: Das bisher einzige Duell beider Vereine - am 17. Januar 2005 innerhalb der Aufstiegsrunde zur Oberliga - gewannen die Wölfe gegen den damaligen Regionalliga-Nord-Meister 7:1. Der Schönheider Trainer freut sich nun auf "das Finale schlechthin". So erreichten laut Sven Schröder beide Teams die Endrunde verdientermaßen. "Jeder will jetzt das i-Tüpfelchen für sich." Dabei sei alles egal, was bisher in der Saison war. "Kleinigkeiten sind entscheidend", so Schröder. Es gelte, geschlossen aufzutreten. "Und dem Gegner unser Spiel aufzudrücken."

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