Zusätzlicher Muskelaufbau zieht Rekord nach sich

Nordische Kombination: Oberwiesenthaler stemmen Continentalcup ohne Lift und trotz widriger Bedingungen

Oberwiesenthal.

Um den aus dem Dezember auf das vergangene Wochenende verschobenen Continentalcup in der Nordischen Kombination haben die Organisatoren des WSC Erzgebirge Oberwiesenthal genauso kämpfen müssen wie die Sportler. "Nach vier Tagen Dauerregen ist es dank der Unterstützung zahlreicher Vereine und Helfer aus der Region gelungen, einen ordentlichen Wettkampf auf die Beine zu stellen", so der Geschäftsführer des WSC, Christian Freitag.

Ein besonderer Dank geht an die Klingenthaler, mit deren Hilfe die Schanze perfekt vorbereitet werden konnte, heißt es in einer Pressemitteilung. Und weiter: Es konnten während des COC sehr gute Wettkämpfe geboten werden, auch wenn es von den Offiziellen der Fis Kritik zur nicht funktionierenden Aufstiegshilfe gab. In diesem Nebensatz liegt aber der Hase im Pfeffer. Denn wieder einmal funktionierte der Mountainclimber nicht. "Ich hätte es als gut empfunden, wenn ein Vertreter der bauausführenden Firma hier gewesen wäre, um die Technik zu betreuen", sagte Freitag. Er räumte zwar ein, dass der Termin kurzfristig zustande kam, aber: "Wenige Tage vor der WM wäre das ein gutes Zeichen gewesen."

Jedenfalls treibt es den Organisatoren immer mehr Schweiß auf die Stirn. "Die Junioren-WM, die bei uns Ende Februar beginnt, dauert mehrere Tage. Für die Sportler ist dann ein Fußaufstieg zum Anlaufturm sicherlich keine Option", legt Freitag den Finger in die Wunde. Während die Laufstrecken gerade noch durchhielten und am Sonntag rechtzeitig präpariert werden konnten, wurde das Skispringen wegen starken Windes gänzlich abgesagt. "Durch den provisorischen Wettkampfsprung vom Vortag gingen die Wettkämpfe aber glücklicherweise in die Wertung ein", so Freitag. Unter den Athleten aus 14 Nationen entpuppten sich die aus Norwegen als dominierend. Sie brachten jeweils vier Sportler in die Top 6. Überragend war Harald Jonas Riiber, der Bruder des im Weltcup führenden Jarl Magnus, der an beiden Tagen gewann und so weit flog wie noch nie jemand auf der Fichtelbergschanze: 110,5 Meter. "Vielleicht, weil es beim Hochsteigen zum Sprungturm einen zusätzlichen Muskelaufbau gegeben hat", kommentierte es Freitag sarkastisch.

Die Veranstaltung war ein Test für die bevorstehende Junioren-WM, die vom 28. Februar bis 8. März in Oberwiesenthal ausgetragen wird. "Der Schneemangel und der nicht funktionierende Schanzenlift machen uns Sorgen", betont Freitag. Trost spendet, dass die Zusammenarbeit mit Kampfrichtern und Helfern funktioniert. (mas)

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