Zwölf Etappen gegen die Uhr

Rund 200 Mountainbiker haben die Trailtrophy auf dem Rabenberg in Breitenbrunn gemeistert. Gefragt waren Geschick und Kondition.

Breitenbrunn.

Erst sonnig, heiß und trocken, am zweiten Tag dann nass und kühl: Mit Blick aufs Wetter haben die rund 200 Mountainbiker bei der Trailtrophy auf dem Rabenberg in Breitenbrunn viel Abwechslung erlebt. Nach einem Hitze-Sonnabend und nächtlichem Regen kam der Sonntag merklich frischer daher. "Mit diesen Bedingungen komme ich besser zurecht", sagte Sven Röber, Geschäftsführer des Sportparks Rabenberg.

Er ist begeisterter Mountainbiker und verbesserte am Sonntag seine Zeiten. "Denn wenn es nasser wird, ist eher technisches Fahren gefragt. Das kommt mir entgegen. Dann sind die ganz Schnellen auch nicht mehr ganz so schnell", fügte er mit einem Schmunzeln hinzu. Ronja Baumann aus Chemnitz sah es anders. "Ich bin Schönwetterfahrerin", so die 32-Jährige. Trotzdem seien die verschiedenen Renn-Etappen auch am zweiten Tag gut zu fahren gewesen. "Die Atmosphäre ist bei dieser Trailtrophy immer sehr entspannt." Obwohl sie von Anfang an auf dem Rabenberg startet und das Trailcenter nur eine gewisse Anzahl an Routen hat, komme keine Langeweile auf. "Es gibt immer Neuheiten und eine andere Streckenführung."

Mittlerweile hat die Trailtrophy fünf Stationen. Bei dem Querfeldeinrennen müssen die Mountainbiker während des zweitägigen Wettkampfs mehrere Etappen, sprich Stages, fahren. Dabei handelt es sich um abschüssige Einzelrouten, die innerhalb kürzester Zeit zurückgelegt werden müssen. Das wiederum erfordert ein hohes Maß an technischem Geschick. Die Herausforderung wächst, weil die zwölf Stages erst wenige Stunden vor dem Wettkampf - also am Sonnabendvormittag - bekannt gegeben werden.

Veranstalter Thomas Schlecking vergleicht das Fahren einer Stage mit einem Mittelstreckenlauf in der Leichtathletik. Es sei Anspannung pur und gehe für die Fahrer teils in den anaeroben Bereich, will heißen an die Belastungsgrenze. Die Passagen zwischen den Stages werden ebenfalls auf dem Mountainbike zurückgelegt. Sie verlangen Kondition, fließen aber nicht in die zeitliche Wertung ein. Zirka 50 Helfer stellten auf dem Rabenberg unter anderem als Streckenposten den reibungslosen Ablauf sicher. Die Organisation lobte auch Marcel Petzold aus Aue. "Ich bin zum zweiten Mal dabei." Die Nässe und den Dreck des zweiten Tages habe er im Wettkampfmodus gar nicht gespürt. "Hinterher geht's einfach unter die Dusche", so Petzold. Eine Trailtrophy-Premiere feierte Martin Schöne aus Dresden: "Ich werde, wenn alles klappt, vier Stationen der Rennserie mitfahren." Mit Breitenbrunn hat er drei Läufe bereits geschafft, auf dem Rabenberg viel in die Pedale treten müssen. "Zwischendurch war es auch immer sehr anspruchsvoll."

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