Zwönitzer Handballerinnen feiern Einstand nach Maß

Die HSV-Frauen haben ihr Auftaktspiel in der Verbandsliga in äußerst souveräner Manier gewonnen. Bei den Männern lief es später hingegen überhaupt nicht rund. Doch das hatte Gründe.

Zwönitz.

Von einem Erfolg zum nächsten waren die Handballerinnen des Zwönitzer HSV in der vergangenen Saison gejagt. Nach dem souveränen Aufstieg in die Verbandsliga mit nur drei Niederlagen stellte sich die Frage: Kann die Erfolgsserie weitergehen?

Seit Samstag steht fest: Sie kann offenbar. In beeindruckender Manier knüpften die Schützlinge von Trainer Ralf Beckmann an die Leistungen in der Bezirksliga an. Dabei waren insbesondere die deutlichen Vorteile in Sachen Schnelligkeit ausschlaggebend für den auch in dieser Höhe verdienten Erfolg der Erzgebirgerinnen. Dabei hielten die Gäste, die sehr viele erfahrene Spielerinnen aufboten, zunächst noch ganz gut mit und drehten den frühen 0:2-Rückstand aus ihrer Sicht zu einem 3:2. Danach aber festigten sich die Gastgeberinnen in der Defensive und provozierten zahlreiche Angriffsfehler der Waldheimerinnen. Die daraus entstehenden Konter nutzten die Zwönitzerinnen konsequent aus und erzielten sieben Treffer in Folge. Zur Halbzeit lag das Team bereits deutlich in Führung (15:7).

An der Überlegenheit änderte sich auch im zweiten Durchgang nichts Wesentliches. Als Zwönitz dann erneut fünf Treffer in Serie gelangen und es plötzlich 20:8 stand, war die Entscheidung endgültig gefallen. In den letzten 20 Minuten schaltete das Team dann in den Verwaltungsmodus und brachte den Vorsprung trotz einiger Unachtsamkeiten ohne Probleme über die Zeit. "Ein hochverdienter und für das Selbstvertrauen wichtiger Sieg", konstatierte Beckmann.

Bei den Herren war die Gefühlslage einige Stunden später dann aber eine ganz andere. Mit 23:30 musste sich der Aufsteiger zum Auftakt der Sachsenliga der SG Germania Zwenkau vor heimischer Kulisse geschlagen geben. Die Gastgeber mussten auf ihren besten Torschützen, Tommy Löbner, sowie auf Bill Hofmann verzichten - zwei wichtige Korsettstangen, deren Fehlen die Mannschaft nicht kompensieren konnte. "Dazu kam noch die Nervosität, die wir erst in den letzten zehn Minuten abgelegt haben. Da war das Spiel aber schon gelaufen", sagte Trainer Frank Richter.

Die Gäste, die mit vielen Spielern antraten, die zuletzt zweimal Deutscher A-Jugend-Meister mit dem SC DHfK Leipzig geworden waren, erwiesen sich als sehr effiziert. Dem frühen 0:3-Rückstand nach vier Minuten liefen die Zwönitzer die gesamte erste Halbzeit hinterher - dabei vergaben die Hausherren auch drei Siebenmeter. In der zweiten Hälfte erwischten die Gäste ebenfalls den besseren Start. Das 19:13 eine Viertelstunde vor Schluss bedeutete die Vorentscheidung. In den letzten Minuten lieferten die Erzgebirger dann zwar etwas mehr Gegenwehr und den Rand-Leipzigern einen offenen Schlagabtausch - doch mehr als Ergebniskosmetik sprang nicht mehr heraus.

Statistik Zwönitz (Frauen): Wolf, Ballerstedt; Mosel (2/1), M. Kaulfuß (4/2), Kreher (1), Haunschild (6), L. Kaulfuß (9/4), Hartenstein (3), Seidel (2), Viehweger (1), Lea Thierfelder, Lisa Thierfelder (3)

Männer: Kerner, Treuter; Brecko (7/3), Fritsch (1), Hartenstein (4/3), Langer (2), Becher, Kotesovec (3), Schlömer (5), Küntzel, Lieberei (1)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

    Lesen Sie auch
    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...