Zwönitzerinnen sehen erneut alt aus

Im Pokal waren die Handballerinnen des HSV an den AAC Amazonen gescheitert. Nun gab es im Verbandsliga-Duell die nächste Schlappe. Der Schlüsselmoment ereignete sich kurz vor der Pause.

Zwönitz.

Der Pokal-K.o. wirkte noch nach. Mit 37:23 kegelten die AAC Amazonen aus Leipzig die Handballerinnen des Zwönitzer HSV Anfang des Monats aus dem Sachsenpokal. Eine klare Sache für den Aufsteiger, der die Verbandsliga nur als Durchgangsstation auf dem Weg zu größeren Meriten begreift. Das bekamen die Zwönitzerinnen am Wochenende erneut zu spüren - und das wieder in der eigenen Halle. Beim 19:34 im ersten Ligavergleich wurde die Klatsche sogar noch deutlicher.

Dabei hatten sich die Gastgeberinnen viel vorgenommen. Mit dem Wissen aus dem Pokalspiel hofften sie, den Leipzigerinnen diesmal mehr entgegensetzen zu können. Und dies funktionierte anfangs auch. Von Beginn an hellwach und deutlich verbessert im Defensivverbund, gingen die Erzgebirgerinnen mit 2:0 in Führung. Danach kamen die Messestädterinnen besser ins Spiel, sodass sich eine sehenswerte Partie entwickelte, in der teils die Hausherrinnen, teils die Gäste die besseren Lösungen fanden. Etwa in der Mitte des ersten Durchgangs gelang es den Amazonen dann aber doch, sich erstmals ein bisschen abzusetzen und mit 11:8 in Führung zu gehen. Dies konnten die Zwönitzerinnen aber kontern, bis zur 22. Minute kamen sie bis auf ein Tor wieder heran.

30 Sekunden vor der Halbzeitsirene passierte dann die aus Sicht der Zwönitzer spielentscheidende Szene. Beim Versuch, einen Konter zu verteidigen, kam Sarah Schmiedel einen Schritt zu spät und traf ihre Gegenspielerin am Knie, die in dieser Situation dennoch zum 15:13 traf. Die Zwönitzerin wurde für diese Aktion vom Feld geschickt. "Die Entscheidung war zu hart", sagte Trainer Steven Szpetecki, der nach der Pause mit ansehen musste, wie seine Mannschaft nicht mehr auf die Beine kam. Offensiv unterliefen plötzlich zu viele Fehler, Anspiele missglückten und defensiv verloren die Gastgeberinnen ein- ums andere Mal die Zuordnung. Beinahe mühelos zogen die Gäste bis zur 36. Minute auf 19:14 und anschließend noch weiter davon. Dazu kam, dass die moralisch angeknacksten Zwönitzerinnen von der Bank nicht nachlegen konnten. Szpetecki versuchte dennoch, das Positive zu sehen. "In den ersten 30 Minuten haben wir vorn wie hinten sehr guten Handball gespielt. Auf dieser Leistung können wir auf jeden Fall aufbauen", sagte er. Am kommenden Wochenende gastieren die Erzgebirgerinnen beim SC Markranstädt II.

Statistik Zwönitz: Wolf, Wetzel; Mosel, Haunschild (4), Riedel, Kaulfuß (3/1), Schmiedel, Hartenstein (2), Seidel (3/1), Viehweger (3), Thierfelder (4)

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