15,01 Meter: Zwickauer Dreispringer fliegt zu Gold

Leichtathletik: Tim Kuhn wird im letzten Versuch Deutscher Jugendmeister

Zwickau/Oberlungwitz.

Bei der Deutschen Jugendmeisterschaft der Leichtathleten in Heilbronn hat Tim Kuhn mit dem Titelgewinn im Dreisprung der U 20 das erfolgreiche Abschneiden der Starter des SV Vorwärts Zwickau gekrönt. Der Schützling von Stützpunkttrainer Jens Hoyer machte es am Samstag spannend. Nach dem fünften Versuch lag er mit 14,56 m und der gleichen Weite wie Luis Grewe von Eintracht Hannover auf dem zweiten Platz. So musste der letzte Durchgang die Entscheidung bringen. Einem ungültigen Versuch seines Konkurrenten setzte der Zwickauer einen überragenden 15,01-m-Satz entgegen. Damit ging sein großer Wunsch in Erfüllung, das erste Mal über 15 Meter zu springen und somit Jugendmeister zu werden.

Auch wenn es für seine Vereinskameradin Jessica Viertel im Rennen der U 20 über 2000 m Hindernis nicht ganz zur Bronzemedaille reichte, so lieferte sie dennoch ein starkes Rennen ab. Sie behauptete sich von Anfang an in der Spitzengruppe. Nach der Hälfte der Strecke konnten sich die beiden späteren Erst -und Zweitplatzierten absetzen. Dahinter entwickelte sich zwischen Charlotte Römer (LAZ Ludwigsburg) und Jessica Viertel ein packender Kampf um die Bronzemedaille. Am Ende fehlten der Lichtensteiner Gymnasiastin zwar 1,05 s zu Bronze, doch sie verbesserte mit 6:48,04 min den Sachsenrekord von Melanie Apitzsch (LAZ Leipzig) aus dem Jahr 2011 um über fünf Sekunden.

Fabian Schneider verspürte bereits bei der Erwärmung, dass seine Verletzung noch nicht in vollem Umfang abgeklungen ist. Im stark besetzten Dreisprungfeld der U 18 glückte ihm mit 13,25 m dann auch nur ein gültiger Versuch im Vorkampf. Diese Leistung reichte nicht aus, um in den Endkampf der acht Besten einzuziehen. Sein Trainer Michael Sandmann ist aber fest davon überzeugt, dass Fabian, der im nächsten Jahr nochmals in der gleichen Altersklasse startberechtigt ist, im Kampf um die Meisterschaftsmedaillen dabei sein wird.

Als Drittplatzierte in ihrem Halbfinallauf verpasste Franziska Marie Kaufmann mit der insgesamt neuntschnellsten Zeit nur knapp den Einzug in das 400-m-Hürdenfinale der U 18. Bei böigen Windverhältnissen erreichte sie eine Zeit von 64,18 s und verfehlte damit ihre bisherige Jahresbestleistung nur um 22 Hundertstel. Mit ihrem doch etwas verhaltenen Anfangstempo verschenkte sie sich einen Finalplatz unter den acht besten Altersgefährtinnen. Für Franziska Marie war ihr Auftritt insgesamt dennoch ein Erfolg.

Bereits am Freitagabend hatte sich der beim LAV Reichenbach trainierende Oberlungwitzer Tom Förster im 5000-m-Rennen der U 20 mit der Bronzemedaille für ein mutiges Rennen belohnt. Obwohl er erst seinen zweiten großen Stadionwettkampf über diese Distanz absolvierte, setzte er sich im 15-köpfigen Starterfeld nach etwas mehr als der Hälfte an die Spitze und lief phasenweise deutlich vornweg. In der letzten Runde musste er zwar Yassin Mohumed (Olympia Dortmund) und Paul Specht (VfL Sindelfingen) vorbeiziehen lassen, hatte in 15:03 min aber auch acht Sekunden Vorsprung auf den Viertplatzierten. (mit tyg)

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