Auf Anhieb den Titel geholt

Sie kam, sah und siegte: Die Frauenmannschaft des SV Rot-Weiß Werdau hat bei der Deutschen Meisterschaft der körperbehinderten Kegler abgeräumt.

Werdau.

Am Ende war es eine ganz klare Angelegenheit für den SV Rot-Weiß Werdau: Mit 1551 Kegeln und damit 80 Punkten Vorsprung entschied die Frauenmannschaft aus Westsachsen die Deutsche Meisterschaft des Behindertensportverbandes im Classic-Kegeln in Ludwigshafen/Oggersheim (Rheinland-Pfalz) deutlich für sich. Silber ging mit 1471 Kegeln nach Bayern und Bronze mit 1264 Kegeln nach Baden-Württemberg.

Auch wenn insgesamt nur drei Frauenmannschaften in dieser Kategorie am Start waren, steckt hinter dem Werdauer Erfolg schon eine besondere Geschichte. Und das liegt nicht nur daran, dass man einen deutschen Meistertitel in der Chronik des SV Rot-Weiß bisher vergeblich sucht. Denn der Verein hatte bei der 38. Auflage der Titelkämpfe am vergangenen Wochenende erstmals überhaupt dafür gesorgt, dass eine Frauenmannschaft aus Sachsen an den Start ging. "Die Idee dafür wurde bei den Meisterschaften 2018 zum ersten Mal ins Auge gefasst", erklärt der Werdauer Kegel-Abteilungsleiter Frank Hoppe.

Der hatte selbst schon mehrfach an den Meisterschaften teilgenommen und stellte schließlich auch die Weichen für die Premiere der Frauen. "Es ist ein großer Zeitaufwand nötig, bis man alles in Sack und Tüten hat, um ein Team für die Deutsche Meisterschaft an den Start zu bekommen", erzählt Frank Hoppe, der auch als Betreuer der Mannschaft mit nach Ludwigshafen reiste. Doch der Aufwand hatte sich spätestens am Sonntag bei der Siegerehrung für ihn selbst, für die Keglerinnen und auch für den Werdauer Verein gelohnt.

Die Rot-Weiß-Keglerinnen legten in Ludwigshafen/Oggersheim schon im ersten Durchgang den Grundstein für ein erfolgreiches Abschneiden. Nach 360 Kegeln von Dorit Rothe, 404 von Heidemarie Krause und 388 von Roswitha Silbersack war der Werdauer Mannschaft Silber schon so gut wie sicher. Im zweiten Durchgang musste "nur" noch die Konkurrenz aus Bayern in Schach gehalten werden. Das gelang der Schlussstarterin Manuela Geist eindrucksvoll. Sie machte mit dem Tagesbestwert von 409 Kegeln die Goldmedaille perfekt. Elke Köhler und Margit Götze komplettierten die erfolgreichen Mannschaft in Ludwigshafen.

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