Bei Ronny König platzt der Knoten

Fußball-Drittligist FSV Zwickau hat die Pokalhürde in Neugersdorf mit einem 2:1-Sieg genommen. Nach einem Rückstand drehten zwei Routiniers das Ergebnis postwendend.

Neugersdorf.

Ronny König ahnte schon vor dem Anpfiff, dass ein hartes Stück Arbeit auf die Zwickauer warten würde, um die Pokalhürde beim Regionalligisten FC Oberlausitz zu meistern: "Der Unterschied zwischen der vierten und dritten Liga ist nicht so groß. Wir müssen schon 100 Prozent bringen, wenn wir weiterkommen wollen", hatte er gesagt - und sollte Recht behalten. Knapp mit 2:1 (2:1) setzte sich seine Mannschaft in Neugersdorf durch und steht im Achtelfinale des Sächsischen Fußballpokals.

König blies als Erster zum Angriff und setzte nach 18 Sekunden einen Kopfball über den Querbalken. Über eine halbe Stunde lang lieferten sich beide Mannschaften ein Duell auf Augenhöhe. Die Zwickauer diktierten zwar das Spielgeschehen, fanden zunächst aber keine probaten Mittel, um die gute organisierte Abwehr der Gastgeber aus den Angeln zu heben. Bei einem kapitalen 25-Meter-Freistoß von Jakub Moravec musste Torhüter Matti Kamenz sein ganzes Können aufbringen, um den Ball zur Ecke zu lenken (4.). Auf der Gegenseite rettete FCO-Keeper Jan Konecny gegen König (12.).

Neugersdorf setzte vor allem auf Standards und schnelle Konter. Einer dieser Gegenstöße brachte das 1:0, als Linksverteidiger Antonin Rosa in die Box flankte, wo Jaroslav Dittrich höher als Alexandros Kartalis sprang und aus sieben Metern einköpfte. Der FSV reparierte den Schaden aber sofort. Nachdem Toni Wachsmuth im Strafraum umgerissen wurde, erklärte der Kapitän den Elfmeter zur Chefsache und traf zum Ausgleich. Die Zwickauer brauchten danach nur acht Minuten, um das Ergebnis endgültig zu drehen. Sie gingen mit dem schönsten Angriffszug der Partie in Führung. Nils Miatke flankte von links, Mike Könnecke legte von rechts zu Ronny König ab, der im Zentrum aus fünf Metern ins Ziel traf. Der Stürmer atmete nach seinem ersten Saisontreffer tief durch: "Endlich ist der Knoten geplatzt."

Nach dem Seitenwechsel drängte der FSV auf die Entscheidung. Ein Kopfballtor von König wurde wegen einer knappen Abseitsstellung nicht gegeben (47.), Christian Bickel scheiterte am Neugersdorfer Keeper (48.) und König köpfte nach einer Kartalis-Flanke knapp am Tor vorbei (50.). Danach ließen es die "Schwäne" wieder etwas ruhiger angehen, kontrollierten aber das Spielgeschehen. Gefahr drohte nur, wenn der schnelle und dribbelstarke Djumo das Gästetor anvisierte. Zweimal konnte der Wirbelwind nur auf Kosten von Gelben Karten (Antonitsch, Kartalis) gestoppt werden. Bei einem 22-Meter-Freistoßknaller von Moravec zeigte Kamenz erneut sein Können, als er den Ball aus dem Dreiangel fischte (60.).

Eine Chance hatte auch Robert Koch, der mit einem Kopfball das Tor der Westsachsen knapp verfehlte. Der Ex-Zwickauer wurde nach dieser Aktion ausgewechselt. Für "Kochi" war der Auftritt gegen seinen Ex-Verein ein tolles Erlebnis: "Wir haben uns großartig präsentiert und dem FSV alles abverlangt. Unterm Strich geht der Sieg der spielstärkeren und cleveren Zwickauer in Ordnung."

Statistik FC Oberlausitz: Konecny - von Brezinski (58. Fagan), Petrick, Träger, Rosa (88. Wolf) - Sisler - Dittrich, Moravec, Djumo, Knechtel - Koch (74. Blaser). FSV Zwickau: Kamenz - Barylla, Wachsmuth, Antonitsch (V), Kartalis (V; 90. Lauberbach) - Reinhardt, Frick - Bickel (90+3. Sorge), Könnecke (70. Bonga), Miatke - König (V). - SR: Herde (Dresden), Tore: 1:0 Dittrich (32.), 1:1 Wachsmuth (37. Foulelfmeter), 1:2 König (45.), Zuschauer: 904.

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