BSV Sachsen Zwickau geht für ein Spiel nach Chemnitz

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Handball-Bundesliga: Umzug befeuert Diskussion um Hallenproblem des BSV Sachsen

Zwickau/Chemnitz.

Die Handballerinnen des BSV Sachsen Zwickau werden in der bevorstehenden Bundesliga-Saison ein Heimspiel in der Chemnitzer Hartmann-Halle austragen. Das hat BSV-Trainer und -Geschäftsführer Norman Rentsch am Montagabend bei der offiziellen Saisoneröffnung des Vereins auf dem Zwickauer Golfplatz angekündigt. Hintergrund sind die Bemühungen der Handball Bundesliga der Frauen (HBF) um eine bessere Vermarktung. Im Zuge dessen soll jeder der 14 Vereine mindestens ein Topspiel ausrichten, das live bei Eurosport übertragen wird.

Der Umzug des BSV nach Chemnitz macht sich notwendig, da die altehrwürdige Sporthalle in Neuplanitz als Heimspielstätte der Zwickauerinnen die Voraussetzungen für eine Live-Übertragung nicht erfüllt. Dazu gehören unter anderem zwei gegenüberliegende Zuschauertribünen. Wann und gegen wen die einzige sächsische Mannschaft der Frauen-Bundesliga in Chemnitz antritt, ist noch offen. "Wir haben bei der HBF verschiedene Vorschläge eingereicht und gute Gespräche mit den Chemnitzer Verantwortlichen geführt", sagte Norman Rentsch.

Eine reichliche Woche vor dem Saisonstart mit dem Heimspiel gegen den deutschen Meister SG BBM Bietigheim befeuert die Ankündigung des Umzugs nach Chemnitz die Diskussion um einen Hallen-Neubau in Zwickau. Nachdem zuletzt die Pläne für den Neubau einer Ballsporthalle in Neuplanitz erst an Eigenmitteln der Stadt und zuletzt an fehlenden Fördermitteln aus dem sächsischen Innenministerium geplatzt waren, drängt immer mehr die Zeit. Wie Norman Rentsch am Montagabend informierte, steht seitens der HBF der Termin 2024 im Raum. "Keine Halle, keine Lizenz, das war jetzt die klare Ansage der HBF", so der BSV-Geschäftsführer.

Laut der Zwickauer Präsidentin Sylvia Wössner gehen die Überlegungen der Verantwortlichen aktuell in alle Richtungen. Diskutiert wurde unter anderem über den Umzug in die Zwickauer Stadthalle, der allerdings mit umfangreichen Umbauten bei jedem Spiel einen erheblichen Aufwand mit sich bringen würde. Die Zwickauer Oberbürgermeisterin Constance Arndt (BfZ) erklärte am Rande der Saisoneröffnung, dass sich die Stadt weiterhin um einen Neubau bemüht. Beim Relegations-Hinspiel des BSV Sachsen Zwickau Ende Mai gegen Frisch Auf Göppingen hatten 915 Zuschauer die Sporthalle Neuplanitz aus allen Nähten platzen lassen. (mit nkd)

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