Dem Ex-Weltmeister auf der Spur

Rückenprobleme haben Radfahrer Tom Lindner vom SV Remse eine Zeit lang aus dem Rennbetrieb genommen. Umso stärker war nun seine Rückkehr.

Remse.

Da staunte Tom Lindner nicht schlecht. Zu den Abschluss-Rennen der Radcross-Bundesliga am Samstag in Herford und am Sonntag in Vechta erblickte das 18-jährige Mitglied des SV Remse den U-23-Welt- und Europameister der Saison 2008/2009 Philipp Walsleben an der Startlinie, der es bei den Männern zu mehreren Deutschen Meistertiteln gebracht hatte. "Da habe ich gedacht: Ui, das wird nicht einfach", sagt Lindner, der für das Stevens-Racing-Team (U 23 ) antritt.

Zumal er in den Wochen zuvor keine Rennen bestritten hatte. Anhaltende Rückenschmerzen bei Belastung machten den Wettkampfplänen einen Strich durch die Rechnung. "Da habe ich im Sommer wohl die allgemeine Athletik etwas vernachlässigt", sagt Lindner. Durch spezielles Training bekam er die Probleme in den Griff. Im Training habe er seine gute Form bemerkt. Aber dass es gleich zum Messen mit den Männern der Elite, mit denen die U-23-Fahrer in der Radcross-Bundesliga gemeinsam auf die Strecke gehen, reicht, "da war ich dann auch etwas überrascht", so Lindner.

Im nordrhein-westfälischen Herford fuhr der 18-Jährige allen davon. Im Feld aus Männern und U23 siegte Tom Lindner und distanzierte Walsleben auf Rang 3 um 40 Sekunden. "Die Strecke in Vechta war dann mehr auf Philipp Walsleben zugeschnitten. Bis anderthalb Runden vor dem Schluss sind wir zusammen vorne weg gefahren, dann hat er mich um 13 Sekunden abgehängt", sagt Lindner. Mit seinen Ergebnissen ist er aber dennoch sehr zufrieden.

Obwohl er am Ende nur bei fünf von elf Bundesliga-Rennen am Start war, wurde Tom Lindner mit 278 Zählern drittbester U-23-Fahrer der Gesamtwertung hinter seinem Teamkollegen Maximilian Krüger (TSV Niederstaufen/293 Punkte) und Pascal Tömke (RSC 1963 Neustadt/310 Punkte). Im Endklassements zusammen mit den Männern belegte Tom Lindner den achten Platz. Der Bundesliga-Titel ging an Paul Lindenau (RV Germania Hamburg/437 Punkte), der ebenso für das Stevens-Racing-Team fährt.

Viel Zeit zum Durchschnaufen bleibt Tom Lindner nicht. Bereits am 11. und 12. Januar stehen für den Remse-Nachwuchsfahrer die Deutschen Meisterschaften im baden-württembergischen Albstadt auf dem Programm.

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