Ebersbrunn scheitert auch in zweiter Instanz

Fußball: Verbandsgericht spricht kein Aufstiegsrecht in die Kreisoberliga zu

Ebersbrunn.

Die Enttäuschung beim Ebersbrunner SV nach dem Urteil des Verbandsgerichts des sächsischen Fußball-Verbands ist groß. Das erhoffte Aufstiegsrecht von der Kreisliga in die Kreisoberliga sprach das Gericht dem Verein auch im Berufungsverfahren nicht zu. "Leider sind wir wie befürchtet abgeschmettert worden", sagt Abteilungsleiter René Gentz. Bereits in der ersten Instanz scheiterten die Ebersbrunner. Der Tenor in den Urteilen war gleich: Der Verein hielt die erforderliche Frist zum Protest nicht ein. Die Sachfrage spielte daher keine Rolle mehr.

Streitpunkt war die Entscheidung des Kreisverbands Fußball Zwickau (KFVZ), nach dem coronabedingten Saisonabbruch nur die Erstplatzierten der beiden Kreisliga-Staffeln - Wilkau-Haßlau und Hohenstein-Ernstthal - aufsteigen zu lassen. Bei einem regulären Verlauf hätte wohl auch der beste Zweitplatzierte in die Westsachsenliga gekonnt. Da die abgebrochene Saison anhand des Punkteschnitts und ohne Berücksichtigung der Tordifferenz gewertet wurde, standen Ebersbrunn, Friedrichsgrün (beide Staffel 1) und Heinrichsort/Rödlitz (Staffel 2) zusammen auf Rang 2. Mit seiner Entscheidung wollte der KVFZ eine Aufstockung von 14 auf bis zu 18 Teams verhindern. Dies hätte laut Vizepräsident Nikolas Sonntag die Kapazitätsgrenzen überschritten. "Die Landesliga spielt mit 22 Teams. Der VfL Hohenstein-Ernstthal hat auf sein Aufstiegsrecht verzichtet, jetzt bleibt die Kreisoberliga bei 14. Wir fühlen uns vor den Kopf gestoßen und sind traurig, dass das Gericht nicht zur Sache entschieden hat", so Gentz.

Die Kritik kann der Spielausschuss-Vorsitzende Lutz Seidel nicht nachvollziehen. "Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Wir mussten eine Entscheidung fällen. Hätte der VfL sein Recht wahrgenommen, hätte es nächste Saison 15 Teams in der Kreisoberliga gegeben." Generell sei der Beschluss von der Satzung gedeckt, so Seidel. "Inhaltlich hat er keine Mängel. Selbst wenn die Frist eingehalten worden wäre, hätte es vom Gericht keine andere Entscheidung gegeben. Da hatte Ebersbrunn keine Chance."

Ob Ebersbrunn gegen das neue Urteil vorgeht, steht laut Gentz noch nicht fest. Falls nicht, "wollen wir nächste Saison aus sportlicher Sicht den Aufstieg klar machen".

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