Eispiraten auf der Suche nach Konstanz

Der Eishockey-Zweitligist aus Crimmitschau trifft auf zwei starke Gegner aus Hessen. Trainer Daniel Naud kann dabei personell aus dem Vollen schöpfen.

Crimmitschau.

Der überraschende Abgang von Julian Talbot, der um eine Auflösung seines Vertrages gebeten hat und zu den Nottingham Panthers gewechselt ist, sorgt weiter für Gesprächsstoff beim Eishockey-Zweitligisten Eispiraten Crimmitschau. "Julian Talbot war ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft. Er verfügt über viel Erfahrung, hat den jungen Leuten in der Kabine geholfen", sagt Trainer Daniel Naud.

Der Schritt kam für die Teamkollegen unerwartet. "Das war plötzlich, quasi von heute auf morgen", sagt Verteidiger Felix Thomas, der nach dem Talbot-Wechsel künftig in den Auswärtsspielen ein "A" auf dem Trikot trägt und als Vize-Kapitän fungiert. "Darauf hätte ich gern verzichtet und Julian Talbot im Team behalten - als Mitspieler und Kumpel." Mögliche Gründe, weshalb der Stürmer um eine Vertragsauflösung gebeten hat, sind an den letzten Tagen nicht an die Öffentlichkeit gedrungen.

Fest steht: Nach einem punktlosen Wochenende wächst der Druck auf die Eispiraten Crimmitschau. Sie stehen auf dem zwölften Platz in der Deutschen Eishockey Liga 2 (DEL 2). Die Westsachsen müssen am Freitag (ab 20 Uhr) gegen die Kassel Huskies und am Sonntag (ab 18.30 Uhr) beim EC Bad Nauheim punkten. Kassel ist Tabellenzweiter und präsentiert sich mit einem schnellen Umkehrspiel. Bad Nauheim steht auf dem sechsten Platz und empfängt einen Lieblingsgegner. Die "roten Teufel" konnten die letzten zehn Heimspiele gegen Crimmitschau gewinnen. "Wir brauchen Konstanz - über die gesamten 60 Minuten. In den letzten Wochen haben wir uns durch dumme Strafzeiten und unnötige Gegentreffer oft um Punkte gebracht", ärgert sich Felix Thomas. Der 31-Jährige und seine Teamkollegen arbeiteten in dieser Woche vor allem am Defensivverhalten. Zu den Schwerpunkten in den Übungseinheiten gehörten die Rückwärtsbewegung und der Spielaufbau in Druckphasen.

Für die Besetzung der Sturmreihen gibt es verschiedene Optionen. Alex Wideman, der gegen Heilbronn und in Weißwasser aufgrund einer nicht näher definierten Unterkörperverletzung pausierte, steht seit Dienstag wieder im Training und soll die gegnerischen Abwehrreihen durcheinanderwirbeln. David Kuchejda nimmt einen neuen Anlauf für sein Comeback. Der Deutsch-Tscheche hat aufgrund eines Bandscheibenvorfalls noch kein Punktspiel für die Eispiraten absolviert. Er sollte eigentlich schon am letzten Wochenende auflaufen. Darauf wurde - in Abstimmung mit der medizinischen Abteilung - verzichtet. "David hat an den letzten Tagen intensiv trainiert und soll nun zum Einsatz kommen", sagt Trainer Daniel Naud.

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