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Eispiraten Crimmitschau siegen trotz zweier nicht gegebener Tore

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Der Eishockey-Zweitligist will keine Krise aufkommen lassen. Der ärgerlichen Derbyniederlage gegen Dresden folgte am Sonntag ein Auswärtserfolg in Bietigheim - auch dank eines besonderen Treffers.

Crimmitschau.

Die Eispiraten Crimmitschau haben sich von den schwierigen Vorzeichen nicht verrückt machen lassen: Am Sonntagabend setzte sich der Eishockey-Zweitligist aus Westsachsen bei Schlusslicht Bietigheim Steelers 4:1 (1:0, 1:1, 2:0) durch. Damit bleiben die Crimmitschauer Tabellendritter und ließen auch alle Stimmen einer aufziehenden Krise vorerst wieder verstummen. Nachdem die Mannschaft von Trainer Jussi Tuores zuvor nur einen Sieg aus fünf Spielen feiern konnte, überzeugte das Team beim DEL-Absteiger mit guter Abwehrarbeit und viel Ruhe. "Wir hatten nach den Ereignissen am Freitag heute einen schweren Start. Im ersten Drittel haben wir zu viele Chancen zugelassen, da hat Christian Schneider einen tollen Job gemacht. Am Ende hatten wir einfach die nötigen Geduld und haben sehr wichtige drei Punkte geholt", so Tuores.

Was er bei der Pressekonferenz noch einmal ansprach, hatte am Freitagabend für bange Momente im Kunsteisstadion im Sahnpark gesorgt. Nach dem 4:3-Siegtreffer der Dresdner Eislöwen in der Verlängerung traf der Schläger von Eispiraten-Keeper Oleg Shilin äußerst unglücklich Teamkollege Vinny Saponari im Gesicht. "Er hat Verletzungen im Bereich Mund-, Kinn- und Wangenregion und einen Zahn verloren. Der konnte schon wieder integriert werden. In den nächsten Tagen sollen weitere Untersuchungen Aufschluss darüber bringen, ob auch der Kiefer schwerer beschädigt wurde. Nach aktuellen Kenntnissen müssen wir mindestens zwei Wochen auf ihn verzichten", hatte Eispiraten-Pressesprecher Aaron Frieß kurz vor dem Spiel mitgeteilt. Zudem fehlte wie am Freitag Angreifer Henri Kanninen und auch Stammtorhüter Oleg Shilin, der leicht angeschlagen sein soll.

Die Eispiraten aber steckten die Ausfälle sehr gut weg und ließen sich in Bietigheim auch von zwei nicht gegebenen Toren nicht beeindrucken. Im ersten Drittel war es zunächst wieder einmal Verteidiger Max Balinson, der von der blauen Linie abzog und eiskalt zum 1:0 nach sieben Minute verwandelte. In der Folge hatten beide Teams gute Möglichkeiten, doch erst mit der Schlusssirene fiel das vermeintliche 2:0. Die Schiedsrichter aber entschieden, dass der Puck erst nach der Sirene im Tor war. Im zweiten Abschnitt nutzten die Gäste dann eine 5:3-Überzahl schnell zum 2:0. Als der Bietigheimer Goalie den ersten Schuss prallen lassen musste, stand Ladislav Zikmund richtig und schob den Abpraller ins leere Tor ein. Nur eine halbe Minute später zappelte der Puck erneut im Netz, doch der Treffer für die Eispiraten wurde erneut nicht gegeben - trotz großer Proteste von Torschütze Tobias Lindberg. Er hatte den Pass mit dem Schlittschuh angenommen und den Puck mit dem Schläger ins Tor befördert. Er stand dabei aber aus Sicht des Referees im Torraumabseits. Im Gegenzug kamen die Bietigheimer zum 1:2. Im dritten Drittel hielten die Eispiraten die Hausherren dann gut vom eigenen Kasten weg. Im Powerbreak fand Trainer Jussi Tuores dann offensichtlich die richtigen Worte. Direkt danach verwandelte Dominic Walsh - mit seinem 100. Tor im Eispiraten-Trikot - den nächsten Angriff zum 3:1. "Das wusste ich nicht und freut mich natürlich. Walshi ist ein wirklich guter Typ und auf sowie neben dem Eis extrem wichtig für uns. Jeder will ihn gern um sich haben und wir können uns glücklich schätzen, so jemanden zu haben", sagte Jussi Tuores bei der Pressekonferenz.

Als Bietigheim bereits vier Minuten vor dem Ende den Keeper zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm, traf Hayden Verbeek noch zum 4:1. Bereits am Freitag stehen sich beide Mannschaften in Crimmitschau erneut gegenüber.

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