Eispiraten erhalten prominente Hilfe

Ein Eishockey-Nationalspieler hält sich beim Zweitligisten in Crimmitschau fit. Wie lang soll sein Engagement in Westsachsen dauern?

Crimmitschau.

Marco Nowak streift in der Vorbereitungsphase das Trikot des Eishockey-Zweitligisten Eispiraten Crimmitschau über. Der 30-jährige Verteidiger wird in den Testspielen am heutigen Freitag (ab 20 Uhr) gegen die Lausitzer Füchse und am Sonntag (ab 17 Uhr) bei den Tigers Bayreuth auflaufen. Der Nationalspieler steht normalerweise beim DEL-Team Düsseldorfer EG unter Vertrag. Seine dortigen Mannschaftskollegen befinden sich in Kurzarbeit und trainieren nur in privaten Gruppen.

Deshalb fragte der Abwehrmann bei Geschäftsführer Jörg Buschmann und Gesellschafter Ronny Bauer, ob er sich in Crimmitschau auf die Saison vorbereiten darf. Ihr Daumen ging schnell nach oben. "Das ist nicht selbstverständlich. Für die Möglichkeit bin ich froh und dankbar. Die Vorbereitung mit einer Mannschaft ist etwas anderes als Trainingseinheiten in einer kleinen Gruppe", sagt Nowak. In den Spielzeiten 2008/09 und 2009/10 sammelte er im Eispiraten-Trikot seine ersten Erfahrungen im Profibereich und legte damit den Grundstein für eine Karriere mit bisher 555 DEL-Einsätzen und 27 Länderspielen. "Der Kontakt zu den Eispiraten ist nie abgerissen", sagt Marco Nowak.

Die Trainingseinheiten und Testspiele in Crimmitschau nutzt Marco Nowak auch zur Vorbereitung auf den Deutschland-Cup, der vom 5. bis 8. November in Krefeld ausgetragen wird. "Bis zum Turnier bleibe ich in Crimmitschau", sagt Marco Nowak, der sich damit für einen ähnlichen Weg wie weitere Nationalspieler entschieden hat: Felix Schütz spielt in Landshut. Moritz Müller hält sich in Kassel fit. "Jeder hofft, dass es endlich wieder losgeht", sagt Nowak, der sich an den nächsten Tagen auch auf den Besuch seiner Frau und seiner beiden Kinder in Westsachsen freut.

Für Marco Nowak ist die siebenmonatige Eishockey-Pause bereits am Mittwoch zu Ende gegangen. Nowak und Co. kassierten im Testspiel auswärts bei den Lausitzer Füchsen in Weißwasser eine 3:6 (1:3, 0:1, 2:2)-Niederlage. Vor den 588 Zuschauern waren Mathieu Lemay, Marius Demmler und Scott Timmins für die Crimmitschauer erfolgreich. Der prominente Gastspieler bewertet seine eigene Leistung kritisch. "Ich weiß, dass ich mich deutlich steigern muss", sagt Nowak, der das Team sogar als Kapitän anführte. "Das war für mich eine Ehre." Die Crimmitschauer mussten auf die angeschlagenen Mario Scalzo, Dominic Walsh und Lukas Lenk verzichten. Das heutige Heimspiel gegen Weißwasser dürfen aufgrund der verschärften Corona-Auflagen nur 500 Besucher verfolgen. Die Tickets wurden bereits im Vorverkauf abgesetzt. Dazu dürfen Inhaber der Gold- und Dauerkarten zum Sachsenderby in das Stadion. Deshalb bleiben die Tageskassen im Sahnpark geschlossen.

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