Eispiraten treten auf der Stelle

Crimmitschau ist mit zwei Niederlagen ins Feiertagsprogramm der 2. Deutschen Eishockey-Liga gestartet. Damit steckt die Mannschaft weiterhin tief im Tabellenkeller.

Crimmitschau.

Das letzte Spiel vor Weihnachten hatten sich die Spieler und die Fans der Eispiraten Crimmitschau anders vorgestellt. Aber die Cracks um Kapitän Adrian Grygiel machten es sich am Sonntagabend beim 1:4 (1:1/0:1/0:2) gegen die Ravensburg Towerstars über weite Strecken selbst schwer. "Wir brauchen eine bessere Leistung von allen", kommentierte Trainer Daniel Naud die Partie nach der Sirene.

Nach einer ausgeglichenen Startphase gingen die Gäste aus Ravensburg bereits in der vierten Minute in Führung. Myles Fitzgerald fälschte einen Schlagschuss von Sören Sturm unhaltbar ab. Nach dem Führungstreffer hatten Austin Fyten und Neuzugang Tomas Knotek den sofortigen Ausgleich auf dem Schläger. Allerdings wirkten die Gäste trotz der langen Anreise frischer als die Hausherren, welche erst in einer Powerplaysituation offensiv wieder aufgefallen sind. In der 17. Minute fälschte Christoph Körner einen Schuss von Austin Fyten zum umjubelten Ausgleich ab, Adrian Grygiel und Dominic Walsh hätten noch vor der Pause die Gastgeber in Front schießen können.

Die Eispiraten hatten auch den besseren Start in den Mittelabschnitt. Lukas Vantuch und Adrian Grygiel bei angezeigter Strafe hatten die Führung auf dem Schläger. Im folgenden Überzahlspiel unterlief Ty Wishart allerdings ein folgenschwerer Fehlpass. Aus dem eigenen Drittel heraus legte der Kanadier die Scheibe vor den Schläger von Andreas Driendl, der sich für das Geschenk bedankte und Ravensburg zum zweiten Mal in Führung schoss (26.). Danach agierten die Eispiraten im Aufbau und im Abschluss überhastet, sodass die Gäste immer wieder klären konnten. Dennoch hatten Ty Wishart und Dominic Walsh in Überzahl die Chance zum erneuten Ausgleich. Den sollte es vor 2412 Zuschauern aber auch in den letzten 20 Minuten nicht geben. Denn Ravensburg nutzte noch zwei Überzahlspiele eiskalt, während die Eispiraten ihre Powerplaysituationen kläglich vergaben. Robin Just traf in der 49. Minute, Sören Sturm 180 Sekunden später. Das Ergebnis wurde nach Spielende von einigen Eispiraten-Fans mit Pfiffen quittiert.

Im ausverkauften Sachsenderby bei den Dresdner Eislöwen waren die Eispiraten am Freitagabend ziemlich schnell auf die Verliererstraße geraten. Die Gastgeber nutzten ihre erste Chance und führten bereits nach 122 Sekunden. Mario Lamoureux hatte einen Abpraller verwertet. In der 16. Minute gelang Crimmitschaus Kapitän Adrian Grygiel zwar der Ausgleich, doch kurz darauf führten die Dresdner gleich mit zwei Toren Vorsprung. Erst bestrafte der Ex-Crimmitschauer Jordon Knackstedt einen Stellungsfehler (18.), dann landete ein Schlagschuss von Alexander Dotzler hinter Michael Bitzer in den Maschen. Nach drei Minuten im Mittelabschnitt erzielte Adrian Grygiel in Überzahl den 2:3-Anschluss. Der sollte ebenfalls ohne Wirkung bleiben, denn Eislöwe Dale Mitchell bestrafte 30 Sekunden später den nächsten Schnitzer der Eispiraten-Hintermannschaft.

Das gleiche Spiel bekamen die 4400 Zuschauer im letzten Drittel zu sehen. Förderlizenzspieler Luca Gläser besorgte in der 43. Minute den nächsten Anschluss, Dresden brachte den knappen Vorsprung aber über die Zeit. Vier Sekunden vor der Schlusssirene machte Timo Walther für die Eislöwen den Deckel drauf. "Wir haben in diesem Spiel so viele katastrophale Fehler gemacht wie noch vor der Länderspielpause", ärgerte sich der Eispiraten-Trainer.

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