"Es gilt weiterhin das Motto: Jugend voran"

Hohenstein-Ernstthals Tischtennisspieler treten ab September in der 3. Liga erstmals als eigenständiger Verein an - Ziel sind die Top 5

Hohenstein-Ernstthal.

Bis zum Saisonstart in der 3. Bundesliga haben die Tischtennisspieler aus Hohenstein-Ernstthal noch rund zwei Monate Zeit. Markus Pfeifer hat sich mit Teammanager Christian Hornbogen (36) über die Vorbereitung und Neuerungen unterhalten.

Freie Presse: Seit dem 1. Juli gibt es einen eigenen Tischtennisverein, den TTC Sachsenring Hohenstein-Ernstthal. Gibt es dadurch neue Aufgaben oder Veränderungen in der Vorbereitung?

Christian Hornbogen: Viel geändert hat sich für uns diesbezüglich nicht. Den Spielbetrieb haben wir bisher auch als Sektion des SV Sachsenring Hohenstein-Ernstthal immer selbst organisiert, insofern gibt es keine Neuerungen. Neue Trikots wird es wie jedes Jahr geben, da diese auch an die Vorgaben des Spielbetriebs und unsere Partner jährlich angepasst werden müssen. Zudem ist natürlich der neue Vereinsname und ddas TTC auf dem Rücken dazugekommen.

Seit wann lief das Projekt "eigener Verein"?

Im alten Jahr wurde das Thema vor Weihnachten nochmal konkret in der Abteilung diskutiert. Die Gedanken, sich eigenständig zu machen, waren bei der einen oder anderen Vorstandssitzung aber auch in den Vorjahren schon immer mal aufgetaucht. Wir hatten einfach die Motivation, uns auf eigene Beine zu stellen. Wir können eine Spielklassenberechtigung im Tischtennis immer nur per 1. Juli eines Jahres von einem Verein auf den anderen beim Verband beantragen. Insofern war die Vorgabe klar gesteckt. Da alle Spieler ausnahmslos der Idee des eigenen Vereins folgten, gab es auch zu keinem Zeitpunkt Diskussionen. Das lief alles sehr gut und reibungslos.

Wie ist der Zeitplan für die Vorbereitung?

Wir trainieren dieses Jahr das erste Mal den kompletten Sommer durch. Sonst haben wir immer zumindest zwei bis drei Wochen Sommerpause gehabt, um auch mal abschalten zu können. Die unfreiwillige Corona-Pause war aber nun lang genug. Für die 1. und 2. Herrenmannschaft wird es ein etwa zweiwöchiges Trainingslager ab Mitte August in Havirov in Tschechien geben, wo gerade unsere sächsischen Jungs Nick Neumann-Manz, Johann Koschmieder und Karl Zimmermann gefordert sein werden. Danach werden wir noch mal gezielt in Hohenstein-Ernstthal trainieren, um wie immer an Feinheiten zu arbeiten.

Wann erfolgt der Wettkampfstart?

Der erste Härtetest wird die Pokalvorrunde am 5. September in Passau, wo wir wieder auf drei starke Zweitligisten treffen werden. Voriges Jahr konnten wir uns in dieser Runde sehr überraschend durchsetzen. Das lassen wir aber rankommen. Momentan fehlt uns einfach die Wettkampfpraxis. Das geht aber allen anderen genauso. Um Punkte geht es für uns erstmals wieder am 27. September im Heimspiel gegen die TSG Kaiserslautern.

Hat sich personell noch etwas getan?

Personell hat sich bis auf den einen Zugang Michal Benes nichts mehr getan. Die Frist dafür endete ja auch bereits am 31. Mai. Insoweit sollten die 1. und 2. Mannschaft soweit stabil sein. Es gilt weiterhin das Motto: Jugend voran.

Wie schätzen Sie die 3. Bundesliga in der kommenden Saison ein? Gibt es schon eine Zielstellung?

Die Spielstärke der 3. Bundesliga ist von der Papierform her etwa ähnlich dem Vorjahr einzuschätzen. Unsere klare eigene Zielstellung bleibt, die sächsischen Jugendspieler weiterzuentwickeln. Das wurde aber gerade in Folge von Corona nicht unbedingt erleichtert. Wir wollen wieder eine gute Rolle spielen und sollten stark genug sein, um bei normalem Verlauf unter den Top-5-Teams mitzuspielen.

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