Glauchau blickt auf heiße Wochen

Das Tableau der Fußball-Landesklasse wird sich an den nächsten Spieltagen langsam sortieren. Während Lichtenstein mit der bisherigen Ausbeute sehr zufrieden ist, hoffen die Oberlungwitzer auf Rückenwind - den der MSV nach dem Pokal derzeit nicht hat.

Glauchau.

So richtig aussagekräftig ist die Tabelle der Fußball-Landesklasse für Lutz Wienhold nach drei Spieltagen noch nicht. "Aber Ende September lässt sich dann schon sagen, wie wir in die Saison gestartet sind und wo die Reise vielleicht hingehen wird", sagt der Trainer des VfB Empor Glauchau. Und die Gegner bis dahin haben es in sich. Zunächst erwarten die Glauchauer (7. Platz/6 Punkte) am Sonntag den derzeitigen Tabellenführer Lok Zwickau, danach geht es zur aktuellen Nummer 2 Fortschritt Lichtenstein. Den Abschluss der heißen Wochen im September bildet das Heimspiel gegen Germania Chemnitz (3./7), den Ex-Klub von Lutz Wienhold.

Die Kontrahenten zählt der neue Glauchauer Coach, der am Sonntag seinen 54. Geburtstag feiert, zu den stärksten Teams der Landesklasse. "Sie sind in der Liga zu Hause und allesamt eingespielt", sagt er. Weit voraus will Wienhold aber nicht blicken: "Wir schauen immer nur auf das nächste Spiel." Und dort werden ihm am Sonntag gegen Zwickau die Nachwehen aus der 0:1-Pokalniederlage vom vergangenem Wochenende gegen Neudorf begleiten. Toby Ammon ist nach seiner roten Karte auch in der Liga gesperrt und Clemens Prasser wird nach seiner Verletzung einige Zeit ausfallen. "Außerdem haben wir noch zwei, drei angeschlagene Spieler. Aber dafür haben wir ja unseren ausgeglichenen und breiten Kader", sagt Wienhold.

Darauf setzt auch Mirko Ullmann, der Trainer der SSV Fortschritt Lichtenstein. "Wir haben schon so vier bis fünf verletzte Spieler", sagt er vor dem Gastspiel seiner Mannschaft bei Motor Marienberg. Im Duell gegen die Erzgebirger sieht Ullmann seine Mannschaft in der Außenseiterrolle. "Wir werden gute Momente und ein Quäntchen Spielglück brauchen, wenn wir etwas mitnehmen wollen. Aber wir werden es auf jeden Fall versuchen", sagt Ullmann. Mit der bisherigen Ausbeute von sieben Punkten ist er zufrieden: "Die mussten wir auch holen. So können wir selbstbewusster in die nächsten Wochen gehen, in denen nacheinander Kracher kommen."

Erst einen Zähler holte der Oberlungwitzer SV (13.), der nun im Duell zweier Aufsteiger gefordert ist. Grün-Weiß Klaffenbach (14.) hat erst zwei Spiele absolviert und beide verloren, dabei aber mit sechs eigenen Treffern durchaus offensive Qualitäten bewiesen. Daher kommt auf die OSV-Abwehr vermutlich viel Arbeit zu. "Wir gehen mit leichtem Rückenwind in die Partie", zeigt sich Trainer Frank Wüstner dennoch optimistisch. Denn sein Team hatte beim 2:2 im Spiel bei Germania Chemnitz bewiesen, dass es in der Landesklasse mithalten kann. Im Heimspiel am Sonntag ab 15 Uhr stehen laut Wüstner alle Spieler zur Verfügung.

Mit einer schweren 0:6-Niederlage im Pokal gegen Zwenkau am vergangenen Wochenende im Gepäck startet der Meeraner SV (9. Platz/ 3 Punkte) in den Spieltag. Trainer Julius Michel denkt, dass sein Team die Partie gut einordnen kann: "Wir haben die Fehler analysiert. Das Spiel wird uns nicht aus der Bahn werfen." Personell muss Michel im Heimspiel am Sonntag gegen Concordia Schneeberg (10./3) auf Moritz Ullmann, René Bendel und Vincent Pohle verzichten, Richard Frühauf ist noch fraglich. "Wir haben aber trotzdem eine gute Mannschaft parat", sagt Michel. Das Ziel - gerade in einem Heimspiel - sei ein Sieg. "Das wird allerdings schwer. Wir müssen dafür unser bestes Spiel zeigen", sagt Michel. (mit mpf)

Landesklasse 4. Spieltag - So., 15 Uhr: VfB Empor Glauchau - ESV Lok Zwickau (Sportpark Meeraner Straße); Meeraner SV - Concordia Schneeberg (Richard-Hofmann-Stadion), Oberlungwitzer SV - Grün-Weiß Klaffenbach (Rasenplatz an der Erlbacher Straße), Motor Marienberg - SSV Fortschritt Lichtenstein (Lautengrundstadion)

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