Harakiri-Spiel mit Happy-End

Die Zwickauer Bundesliga-Rollstuhlbasketballer haben ihr Versprechen gehalten. Sie holten zum zweiten Advent zwei ganz wichtige Punkte.

Mosel.

Der BSC Rollers ist mit einem Sieg in die Rückrunde gestartet. Nach dem 55:45 (11:16, 32:25, 44:31)-Erfolg über die Köln 99ers bleibt Zwickau auf Platz 7, ist jetzt aber punktgleich mit den Iguanas München (60:77 gegen Hamburg).

Die Aufgabe gegen den Tabellenletzten erwies sich schwerer als erwartet. "Köln ist stärker als zum Saisonbeginn, die haben Aufwind bekommen in den letzten Wochen", erklärte BSC-Trainer Marco Förster. Die bisher punktlosen 99ers traten nach ihren couragierten Auftritten gegen Trier und in München auch in Mosel keck auf. Rostislav Pohlmann gewann zwar den Hochball, doch die ersten vier Zwickauer Angriffe blieben erfolglos. Die Gäste begannen forsch, versenkten binnen drei Minuten drei Dreier durch Jontee Brown (2) und Gijs Even. Nach zwei Minuten lagen die Rollers mit 1:5 zurück, später gar mit 7:16 (6.). Die BSC-Wurfquote im ersten Viertel betrug bloß magere 33 Prozent (im Vergleich: Köln 60 Prozent).

"Es gab einige Missverständnisse, ob das Pässe betrifft oder Fahrwege", bemängelte Marco Förster. "Da war ich ein bisschen unzufrieden, weil wir das vorher klar besprochen hatten, was konkret zu machen ist. Es war halt ein Harakiri-Spiel."

Zu Beginn des zweiten Viertels versuchten es die Gäste mit Pressing, doch Zwickau konnte sich problemlos aus der Umklammerung lösen und den Rückstand peu à peu verkürzen - Frank Oehme erzielte den 21:21-Ausgleich (15.), Rostislav Pohlmann brachte sein Team erstmals in Führung (23:21/16.), die er rasch selbst auf 27:21 ausbaute (17.). Dank einer starken Abwehrleistung gestattete Zwickau den Kölnern in den beiden Mittelvierteln nur neun bzw. sechs Pünktchen. "Das hat mir richtig gut gefallen", lobte Förster. "Da hat auch das Timing gestimmt." Der Vorsprung seines Teams wuchs bis auf 13 Zähler an (46:33/31.).

Im Schlussdurchgang kamen die 99ers nochmal bis auf sieben Punkte heran (50:43/35.), als der Trainer Rostislav Pohlmann eine kurze Verschnaufpause gönnte. Doch mit der Wiederhereinnahme des Tschechen kehrte auch die nötige Ruhe und Sicherheit in die eigenen Reihen zurück. "Die zwei Punkte waren ganz wichtig", betonte Marco Förster.

Am dritten Advent empfängt der BSC Rollers im Viertelfinale des DRS-Pokals die Thuringia Bulls aus Elxleben, den verlustpunktfreien Spitzenreiter der Bundesliga.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

    Lesen Sie auch
    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...