Morris genießt sein Comeback

Beim Fußball-Drittligisten sind mit Innenverteidiger Sorge und Flügelflitzer Schröter zwei Langzeitverletzte wieder zurück.

Zwickau.

Joe Enochs hatte beim Gastspiel des FSV Zwickau in Wiesbaden (0:0) für eine Überraschung gesorgt. Vor Torhüter Johannes Brinkies ließ er eine 3-4-3-Formation spielen. In der Verteidigung wurde die Dreierkette Alexander Sorge, Toni Wachsmuth und Nico Antonitsch mit Hilfe der Außenspieler Anthony Barylla und Alexandros Kartalis zu einer Fünferkette umfunktioniert. "Das hat über weite Strecken gut geklappt, nur am Ende beider Halbzeiten sind wir in Bedrängnis geraten. Der läuferische Aufwand war natürlich enorm, angesichts des Punktgewinns war er nicht umsonst", betonte Kartalis, dem Enochs einen guten Auftritt bescheinigte.

Das Wiesbadener Team zeigte sich von Enochs Griff in die Taktikkiste beeindruckt. "Damit hatten wir nicht gerechnet, vor allem nicht, dass die Zwickauer mit drei nominellen Stürmern beginnen", erklärte Trainer Rüdiger Rehm, der als Fußballprofi mal zwei Jahre für Erzgebirge Aue gespielt hatte (2003-05) und damals in der Muldestadt lebte. Für Rehm war Zwickau der körperlich stärkste und einer der unangenehmsten Gegner in dieser Liga.

Neben "Matchheld" Brinkies und dem immer besser werdenden Kartalis gab es in einer kompakten Zwickauer Elf noch zwei weitere Lichtblicke zu verzeichnen. Alexander Sorge bot eine starke Leistung und unterstrich, dass der FSV in der Innenverteidigung fest auf ihn bauen kann. "Ich freue mich, wie Alex nach zwei Kreuzbandrissen mit eisernem Willen und harter Arbeit zurück gekommen ist. Der Junge hat eine tolle Mentalität. Solche Jungs brauchen wir, um unsere Ziele zu verwirklichen", lobte Sportdirektor David Wagner. Morris Schröter gab nach langer Leidenszeit sein Comeback. Mit einer erfrischenden Vorstellung in den letzten 20 Minuten sorgte der 23-Jährige dafür, dass so manchem ein Stein vom Herzen fiel. "Jeder in der Mannschaft hat sich für Morris gefreut. Er ist wieder im Kommen und wird unser Spiel beleben", lobte Joe Enochs den Flügelsprinters. "Wenn er so weiter macht, wird er bald längere Einsatzzeiten bekommen." Über sechs Monate lag Schröters letzter Pflichtspieleinsatz zurück. Nach dem 1:1 zu Hause gegen den VfL Osnabrück (8. April) begann die Leidenszeit für ihn. Nachdem eine konservative Behandlung seiner Leistenprobleme nicht den gewünschten Erfolg gebracht hatte, wurde er Anfang September operiert. Danach sei alles schnell gegangen, sagt Schröter: "Nach einer Woche konnte ich ins Lauftraining einsteigen und befinde mich durch die Arbeit unseres Athletiktrainers, Christoph Rezler, konditionell auf einem guten Niveau.

Beim Pokalspiel in Eilenburg am Mittwoch, 13.30 Uhr, darf er ebenfalls ran. "Wir führen Morris heran und hoffen, dass er bald wieder bei hundert Prozent ist", setzt Enochs auf den Rückkehrer. Für Schröter ist es "ein geiles Gefühl, wieder zu spielen. Die Lust auf den Ball ist riesengroß. Ich werde weiter Gas geben, denn mein Anspruch ist es, bald in der Startelf zu spielen. Das entscheidet aber letztendlich der Trainer."

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