Neukirchener wird mit Wut im Bauch Achter

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Nachwuchs-Rennfahrer Albert Prasse blieb bei den ersten Saisonrennen hinter den eigenen Erwartungen. Der Blick des 15-Jährigen geht jetzt nach Most.

Neukirchen.

Es war ein durchwachsenes Auftaktwochenende für Albert Prasse im Yamaha R3 Blu Cru-Cup. In der Motorsportarena in Oschersleben gaben der Neukirchener und seine Kontrahenten im Rahmenprogramm der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) Gas. Albert Prasse ist zum zweiten Mal in der Starterliste eingetragen und brachte sein 42-PS-Bike optimistisch auf den Asphalt in der Börde. "Oschersleben ist quasi mein zweites Wohnzimmer, so oft waren wir im letzten Jahr hier zum Training", schmunzelt der 15-Jährige.

Nach einem erfolgreichen Auftakttraining zwei Wochen zuvor reiste er mit großen Erwartungen nach Sachsen-Anhalt. 15 Starter aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden sind im R3-Cup gemeldet. "Die freien Trainings und die Zeittrainings haben ganz gut funktioniert. In der Qualifikation kam ich auf den sechsten Platz. Das klingt nicht gut, aber Quali war noch nie meine Stärke", fasst er zusammen. Im ersten Rennlauf am Samstag profitierte er noch von einer Strafe für einen Kontrahenten und bekam Startplatz 5 zugewiesen. Ein kurzer und heftiger Schauer in der Sichtungsrunde brachte dann erst einmal große Unruhe: "Wir konnten vorsichtig zurückfahren und bekamen Zeit, die Reifen umzustecken. Kaum hatten wir die Regenreifen montiert, war die Strecke schon wieder trocken. Es war ein Poker um die nächste dunkle Wolke." Letztlich sollte die Frage aber nicht relevant werden. Nach einem gelungenen Start kollidierte der Neukirchener in der ersten Kurve mit dem späteren Sieger Ronald Beitler (Niederlande), verlor dabei den Kupplungshebel und rollte aus. Rennen vorbei, keine Punkte.

Eine neue Chance gab es im zweiten Rennlauf am Sonntag. Von Startplatz 6 kam der Schüler spritzig weg, wählte aber in den ersten Kurven einen unglücklichen Weg und fand sich auf Platz 12 wieder. "Ich hatte so eine Wut unter meinem Helm. Die konnte ich zum Glück auf die Strecke bringen." So startete er eine Aufholjagd, schloss innerhalb der nächsten Runden eine über fünfsekündige Lücke und konnte sich bis auf Platz 6 vorarbeiten. "Die Rundenzeiten waren richtig gut und ich konnte sie konstant halten. Das hat mir nach vorn geholfen", blickt er zurück. "In der letzten Runde hatte ich leider noch einen dummen Patzer. Ich kam sehr schlecht auf die Gegengerade raus. So konnten mich zwei Verfolger noch schnappen. Das ärgert mich wahnsinnig."

Als Achter konnte er damit nur Schadensbegrenzung betreiben. Es gewann der Niederländer Dylan Czarkowski. "Jetzt gilt es, die Fehler zu identifizieren und volle Konzentration für das nächste Rennen aufzubauen." Das wird vom 24. bis 26. Juni in Most (Tschechien) wieder im Rahmen der IDM ausgetragen. (amy)

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