Reinsdorf-Vielau holt mit Kampf und Köpfchen den ersten Punkt

Erst geführt, dann in Rückstand geraten und wieder zurückgekommen: Der Aufsteiger der Fußball-Landesklasse hat beim 2:2 gegen Lichtenstein ein munteres Spiel abgeliefert.

Vielau.

Als Danny Kilian in der Schlussphase gleich bei zwei Freistößen der Lichtensteiner entscheidend klären konnte, hatte der Kapitän der SpVgg Reinsdorf-Vielau sein Missgeschick aus der 58. Minute endgültig vergessen gemacht. Das Eigentor, mit dem die Lichtensteiner nur drei Minuten nach dem Ausgleich in Führung gegangen waren, schien zwischenzeitlich die Wende im Auftaktderby der Fußball-Landesklasse West zu sein. Doch sieben Minuten vor Schluss machte der Pechvogel seinen Fehler wieder gut. Nach einer Ecke für Reinsdorf-Vielau landete seine Kopfballvorlage bei Torjäger Carsten Pfoh, der aus Nahdistanz ebenfalls per Kopf zum 2:2-Endstand traf.

Nach dem Abpfiff eines unterhaltsamen und zeitweise sehr intensiven Spiels war jedoch nicht nur bei Danny Kilian die Erleichterung groß. Auch auf den Trainerbänken herrschte kollektives Aufatmen nach dem Motto "Hauptsache nicht verloren". "Ich denke, dass das Unentschieden im Großen und Ganzen so in Ordnung geht. Ein Auftaktspiel bei einem Aufsteiger ist immer eine schwierige Aufgabe. Daher können wir mit dem Punkt erstmal gut leben", sagte der Lichtensteiner Trainer Mirko Ullmann. Bei Reinsdorf-Vielaus André Göbel klang das ähnlich. "Fürs erste Punktspiel in der Landesklasse gegen einen etablierten Gegner bin ich völlig zufrieden. Wir hatten vielleicht sogar mehr Chancen. Das stimmt mich nach der schwachen Leistung vor zwei Wochen im Pokalspiel zuversichtlich", sagte er.

Die Zuschauer im Vielauer Waldstadion hatten bis kurz vor der Pause auf das erste Tor warten müssen. Als es nach einem Einwurf schnell ging, traf Daniel Meier zur Führung (41.). Die war angesichts der Chancenanteile nicht unverdient, auch wenn die Lichtensteiner ebenfalls gefällig spielten. Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gäste den Druck und belohnten sich nach 55 Minuten, wobei Robert Zureks Schuss von der Strafraumgrenze abgefälscht wurde. Danach ging es hin und her. Erst hatte Carsten Pfoh im Gegenzug das 2:1 für Reinsdorf-Vielau auf dem Fuß, dann fing sich der Aufsteiger nach einem Schuss von Dominik Oertel das unglückliche Eigentor ein.

Danach lebte das Spiel bis zum Abpfiff von der Spannung. "Wir hätten vielleicht noch energischer auf das 3:1 spielen müssen. Denn dass du bei einem Standard immer ein Gegentor kriegen kannst, ist klar. Aber Reinsdorf-Vielau hat sich den Punkt am Ende auch verdient", sagte der Lichtensteiner Trainer Mirko Ullmann. Die Gastgeber freuten sich, dass die offensive Umstellung nach dem Rückstand Früchte trug. "Man hat gesehen, dass die Jungs weiter an sich geglaubt haben", so SpVgg-Trainer André Göbel.

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