Spannende Aufgabe für den FSV

Die Zwickauer Drittliga-Fußballer erwarten nach zwei Heimniederlagen in Folge ausgerechnet den auswärts unbesiegten FC Viktoria Köln. Für Julius Reinhardt steckt genau in dieser Konstellation der Ansporn und der Reiz.

Zwickau.

Julius Reinhardt hat sich in dieser Woche nicht großartig den Kopf darüber zerbrochen, wer am Samstag, 14 Uhr gegen den FC Viktoria Köln beim FSV Zwickau auf der Doppel-Sechs wohl neben ihm auflaufen wird. "Es ist absolutes Vertrauen in alle Jungs bei uns in der Mannschaft da. Und genauso vertraue ich dem Trainer, wie er uns aufstellt", sagt der 31-jährige Mittelfeldspieler, der ebenso wie Johannes Brinkies und Davy Frick in dieser Saison noch keine Minute in der 3. Fußball-Liga verpasst hat.

Trainer Joe Enochs nannte mit Sebastian Wimmer, Ali Odabas und Fabio Viteritti verschiedene Kandidaten, die für den gelbgesperrten Leon Jensen ins Team rücken beziehungsweise dessen Position im defensiven Mittelfeld neben Julius Reinhardt übernehmen könnten. In die Karten schauen ließ er sich bei der Pressekonferenz am Donnerstag allerdings nicht. "Es gibt viele, die in Frage kommen", sagte der FSV-Trainer. Er ließ sich lediglich entlocken, nach der guten Abwehrleistung in Rostock die Viererkette nicht unbedingt auseinander reißen zu wollen.

Die große Frage vor dem fünften FSV-Heimspiel der Saison ist aber ohnehin nicht, wer für Leon Jensen ins Team kommt. Vielmehr geht es darum, wie sich die in der vergangenen Saison noch so heimstarke Mannschaft nach den enttäuschenden Heimauftritten gegen Kaiserslautern (3:5) und Uerdingen (1:2) jetzt gegen Viktoria Köln präsentiert. Denn der Aufsteiger aus dem Rheinland steht nicht nur überraschend auf Platz 4. Die Elf von Trainer Pavel Dotchev hat auch von bisher vier Auswärtsspielen drei gewonnen und noch keins verloren.

Doch Bangemachen gilt für Julius Reinhardt nicht. "Das ist unter diesen Vorzeichen eine richtig spannende Aufgabe für uns. Denn am Ende entscheiden wir in den meisten Spielen, wie es ausgeht. Wenn wir unsere Leistung abliefern können, sind wir gegen jeden Gegner in der Lage zu punkten", erklärt er. Seine klare Ansage: Diesmal sollen die drei Punkte in Zwickau bleiben.

Optimistisch stimmt den Mittelfeldmann die Reaktion, die der FSV nach dem frühen Rückstand vorige Woche beim FC Hansa Rostock (1:1) gezeigt hat. "Wir sind nicht zufrieden, weil wir dort eigentlich gewinnen wollten. Aber ich bin stolz, wie die Mannschaft dort wieder aufgestanden ist", sagt Julis Reinhardt. Er setzt deshalb auch am Samstag wieder auf die Grundtugenden Laufbereitschaft, Einsatzwille und Mentalität und nicht zuletzt auf die Unterstützung durch die Fans.

Positive Nachrichten gab es beim FSV derweil unter der Woche von Nils Miatke. Der Mittelfeldspieler ist nach seinem Muskelbündelriss im Adduktorenbereich vom August in Duisburg wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen.

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