Strahlemann aus Wildenfels

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Marvin Siebdraht hat zum Auftakt der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft seine Titelambitionen untermauert. Bei den anderen Fahrern aus Westsachsen gab es Licht und Schatten.

Wildenfels/Hohenstein-Ernstthal /Fraureuth.

Mit fast ungetrübter Glückseligkeit hat der Wildenfelser Marvin Siebdrath am Wochenende die Heimreise vom Saisonstart der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft in Oschersleben angetreten. Mit einem Sieg im ersten und Platz 4 im zweiten Rennen unterstrich der 17-Jährige, dass er zu den Meisterschaftsfavoriten der Klasse Supersport 300 gehört.

Im ersten Rennen der Saison lieferte er sich ein rundenlanges Duell mit Vorjahresmeister Lennox Lehmann. Am Ende brauste er mit der Winzigkeit von knapp acht Hundertstelsekunden vor dem Dresdner, der wie Marvin Siebdrath nach wie vor dem AMC Sachsenring Hohenstein-Ernstthal angehört, über den Zielstrich. "Gleich beim ersten Rennen der Saison einen Sieg zu holen, ist natürlich etwas Besonderes. Mein Ziel war und ist jetzt erst Recht, Deutscher Meister zu werden. Der erste Schritt ist schon mal getan. Das ist aber noch ein langer Weg, doch jetzt wissen auch die anderen, dass sie mit mir rechnen müssen", sagte Marvin Siebdrath anschließend.

Im zweiten Lauf verlor er anfangs etwas den Anschluss an die beiden Führenden, zog die Verfolger aber wieder ans Führungsduo heran. Am Ende durfte Lennox Lehmann über den Sieg jubeln, während Marvin Siebdrath als knapp geschlagener Vierter ohne einen weiteren Pokal da stand. "Darüber ärgere ich mich. Ich habe die Lücke nach vorn geschlossen, doch am Ende stehe ich nicht einmal auf dem Podest. Das ist blöd. Allerdings muss ich zugeben, dass ich es falsch getimt habe. Ich wollte als Zweiter und nicht als Vierter in die letzte Runde gehen. Insgesamt gibt es aber mit der Pole Position, der schnellsten Rennrunde und dem Sieg im ersten Lauf nicht viel auszusetzen", lautete das Gesamtfazit von Marvin Siebdraht.

In der Supersportklasse mit doppelt so viel Hubraum lagen die westsächsischen Hoffnungen auf dem zweifachen Meister Max Enderlein. Der erste Lauf wurde bei trockenen Bedingungen gestartet. Als der Regen einsetzte, wurde das Rennen abgebrochen. Für den Hohenstein-Ernstthaler allerdings zu spät, weil er da schon ins Kiesbett geschlittert war. Obwohl er in der letztlich gewerteten Runde auf Platz 5 lag, wurde er nicht klassifiziert. Auch das zweite Rennen wurde wegen einsetzendem Regen abgebrochen und neu gestartet. Dabei kam er nicht über Rang 19 hinaus.

Licht und Schatten wechselten sich bei Paul Fröde aus Hohenstein-Ernstthal ab. Nach seinem Sieg in der Superstock-Wertung des ersten Rennens wurde er auf seiner Fahrt in die Startaufstellung des zweiten von einem stürzenden Fahrer ins Aus torpediert. Pech hatte auch der von der Superstock- in die Supersport-Kategorie gewechselte Valentin Frühauf aus Fraureuth. Bei einem Sturz im Abschlusstraining wurde seine Yamaha - im Gegensatz zu ihm selbst - so stark beschädigt, dass er einpacken konnte.

Bei seinem Renndebüt mit einer 1000er Maschine belegte der Hohenstein-Ernstthaler Moritz Jenkner in der Rahmenserie Pro Superstock Cup am Wochenende einen starken vierten und im Regen einen ebenso beachtlichen zehnten Platz.

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