Stundenläufer ziehen ihr Ding im Schlamm durch

Beim zweiten Rennen der Serie in Wilkau-Haßlau gingen die Siege ins Erzgebirge, ins Vogtland und nach Zwickau. Ein dickes Lob gab es jedoch für alle.

Wilkau-Haßlau.

Das Stadion der Jugend in Wilkau-Haßlau war auch in diesem Jahr wieder die zweite Station der Zwickauer Stundenlaufserie. Auf Grund der ergiebigen Niederschläge in den Tagen zuvor waren die Bahnverhältnisse am Mittwochabend für alle 131 Läufer aber alles andere als optimal. Langjährige aktive Begleiter der Stundenlaufserie erinnerten sich an ähnliche "Schlammschlachten" in den 90-er Jahren auf den Aschenbahnen im Sportforum Eckersbach, auf dem Sportplatz der Pädagogischen Hochschule oder auch auf der "Hochwarte" in Zwickau-Brand.

Den Start vollzogen auch diesmal die insgesamt 89 Starter über die halbe Stunde. Im Frauen-Starterfeld setzte sich nach ihrem Auftakterfolg erneut Jessica Viertel (SV Vorwärts Zwickau) mit 6840 m durch. Mit dieser Leistung bewies sie ihre derzeitig sehr gute Verfassung. Dabei gelang es ihr, unter schwierigsten Bedingungen nur 60 m weniger zu laufen als beim Auftakt. Auf den Plätzen 2 und 3 rangierten mit Luisa Bayer vom HC Glauchau (6470 m) und Alina Bausch vom SV Vorwärts Zwickau (6200 m) zwei weitere jugendliche Starterinnen. Bei den Männern zeigten sich Denis Kretzschmar (VSC Klingenthal) und Sören Trommer (SV Vorwärts Zwickau) wenige Tage nach ihren vorzüglichen Vorstellungen beim Zwickauer Stadtlauf gut erholt und siegten gemeinsam mit 7900m. Dritter wurde Dirk Müller vom SV Vorwärts Zwickau, der es auf 7730 m brachte.

42 Läufer nahmen anschließend bei nun noch schlechter gewordenen Bahnbedingungen die volle Stunde in Angriff. Nathalie König (Mühle Laufkultur), die bereits die Auftakt-Konkurrenz mit 13.900 m gewonnen hatte, siegte auch diesmal. Mit 14.230 m übertraf die junge blonde Erzgebirgerin ihr Ergebnis vom ersten Lauf um fast eine Runde. Sie freute sich nach dem Wettkampf aber nicht nur darüber. "Das waren heute meine Bedingungen und ich bin glücklich, dass mein Vater mich nicht überrundet hat und ich somit meine Wette gewonnen habe", sagte sie. Die Zwickauer Läuferinnen Kerstin Trommler (12.250 m) und Anett Poller (11.600 m) vom SV Vorwärts folgten auf den Plätzen 2 und 3. Nathalies Vater Thomas König war der fleißigste Rundensammler in der Männerwertung. Mit seinem Ergebnis von 14.500 m blieb er vor Matthias Willer (DLRG Zwickau/ 14.120 m) und Michael Schmiedel (SV Burkhardtsgrün/14.020 m).

Abschließend gab es für alle Laufteilnehmer ein großes Lob für die gezeigten Leistungen unter extremsten Bedingungen. Der nächste Lauf findet am 12. Juni wieder in Zwickau-Eckersbach statt, wo im April 245 Teilnehmer für eine Rekordresonanz gesorgt hatten. Dann gehen auch die Schüler über die Viertelstunde wieder an den Start. Die Läufe 4 und 5 folgen dann am 21. August in Werdau und am 11. September in Eckersbach. Ausrichter ist der SV Vorwärts Zwickau. (hali)

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