Verteidiger bleibt im Sahnpark

Bei Eishockey-Zweitligist Eispiraten Crimmitschau ist mit Blick auf die neue Saison eine Personalentscheidung gefallen. Davon war sogar der Trainer etwas überrascht.

Crimmitschau.

Abwehrspieler Carl Hudson trägt auch in der nächsten Saison das Trikot des Eishockey-Zweitligisten Eispiraten Crimmitschau. Der 32-jährige Kanadier hat seinen Vertrag vorzeitig verlängert - bis zum Frühjahr 2020. "Egal ob auf oder neben dem Eis: Wir fühlen uns in Crimmitschau als Familie wohl", sagt Carl Hudson, der mit elf Treffern und 15 Vorlagen auch die interne Scorerliste anführt und deshalb den goldenen Helm trägt.

Gesellschafter Ronny Bauer hat an den letzten Tagen die Verhandlungen mit Carl Hudson geführt und mit der raschen Vollzugsmeldung sogar Kim Collins überrascht. Der Eispiraten-Trainer war in die Gespräche nicht eingeweiht und erfuhr am Donnerstag erst wenige Minuten vor der Medienrunde von der Vertragsverlängerung. "Das ist eine gute Entscheidung. Carl Hudson setzt offensiv Akzente und ist - auch ohne das C auf der Brust - einer unserer Kapitäne", sagt Kim Collins.

Die Eispiraten Crimmitschau, die auf dem siebenten Platz stehen, müssen ihren Abwärtstrend in der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL 2) möglichst schnell stoppen. Sie konnten zuletzt dreimal in Folge nicht punkten. Der Vorsprung auf die Play-down-Ränge ist auf zwei Zähler zusammengeschmolzen. Deshalb stehen Carl Hudson und Co. heute ab 20 Uhr zuhause gegen das Schlusslicht EHC Bayreuth und am Sonntag ab 18.30 Uhr auswärts beim Tabellensechsten EC Bad Nauheim schon unter Druck. "Das ist ein ganz wichtiges Wochenende. Wir müssen die Gegner schlagen, um in der oberen Tabellenhälfte zu bleiben", sagt Carl Hudson, der sich in den letzten Wochen mit einigen Blessuren herumgeplagt hat. Deshalb wirkte der Routinier in der eigenen Abwehr zuletzt nicht so sattelfest. "Ich kann meinen Körper nicht richtig einsetzen", sagt der 96-Kilogramm-Mann.

Im personellen Bereich hat Kim Collins momentan kaum Optionen. Vincent Schlenker muss am Wochenende erwartungsgemäß eine Zwangspause einlegen. Der 25-Jährige stand am Donnerstag mit seinen Teamkollegen auf dem Eis. Eine Entzündung an einer Kapsel im Hüftbereich (Collins: "Davon habe ich auch noch nie etwas gehört") lässt seinen Einsatz aber nicht zu. Deshalb muss Kapitän André Schietzold, der als einziger Profi neben Carl Hudson noch einen Vertrag für die nächste Saison besitzt, wieder von der Abwehr in den Sturm rücken. Er kommt an der Seite von Patrick Pohl und Tobias Kirscher zum Einsatz. "In Freiburg war André Schietzold einer unserer auffälligsten Leute in der Offensive", sagt Kim Collins, der das Hauptaugenmerk in den Übungseinheiten auf eine Erhöhung der Effektivität in der Offensive gelegt hat. Dort muss häufiger der Abschluss gesucht und der Verkehr vor dem gegnerischen Kasten erhöht werden. Das lief an den letzten Tagen nicht immer wieder gewünscht. Collins: "Da war im Training manchmal etwas Frust zu spüren, wenn etwas nicht klappt."

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