VfB Empor Glauchau: Der neue Trainer startet voller Zuversicht

Lutz Wienhold hat beim Landesliga-Absteiger eine spannende Aufgabe vor sich. Für den ehemaligen Fußball-Profi gibt es eine Reihe von Argumenten, um mit dem Team positiv nach vorn zu schauen.

Glauchau.

Die erste Kennenlernphase haben die Fußballer des VfB Empor Glauchau und ihr neuer Trainer Lutz Wienhold unter der Woche hinter sich gebracht. Jetzt freut sich der 53-Jährige, der zuletzt drei Jahre beim künftigen Glauchauer Punktspielrivalen TSV Germania Chemnitz an der Seitenlinie stand, aufs erste Testspiel am Samstag beim SV Ehrenhain in Thüringen. "Nach den ersten Trainingseindrücken bin ich gespannt, wie sich die Jungs dort präsentieren. Denn im Spiel erkennt man natürlich am besten, wer wo seine Stärken oder auch Schwächen hat", sagt er.

Fußballlust statt Abstiegsfrust - so könnte man stark verknappt auf einen Nenner bringen, was Lutz Wienhold in Glauchau vorhat. "Es ist eine schwierige Situation für den Verein. Es gab vorige Saison viele Niederlagen und viele Gegentore. Ich will dabei helfen, wieder positiv nach vorn zu schauen", sagt der Trainer. Für den 128-fachen DDR-Oberliga-Kicker, der nach der Wende für den Chemnitzer FC 105 Spiele in der 2. Bundesliga bestritt, führt der Weg zum Erfolg über eine stabile Defensive. "Da müssen wir so schnell wie möglich ein Gerüst reinbringen", erklärt Wienhold.

Genauso wichtig ist ihm aber auch, der Mannschaft einen Plan mit auf den Platz zu geben, um gefährlich vors gegnerische Tor zu kommen. "Die Jungs werden sich da auch ein Stück weit umstellen müssen. Während sie vorige Saison häufig in der Defensive standen und versuchen mussten, über Konter zu Toren zu kommen, werden wir jetzt als Absteiger in der Landesklasse eher als Favorit gesehen und mehr Ballbesitz haben." Ziel ist für den VfB Empor ein Platz im vorderen Drittel. Für den Staffelsieg kommen aus der Sicht Wienholds, der die Landesklasse ja bestens kennt, vier, fünf Vereine in Frage. Er erwarte eine ausgeglichene Meisterschaft.

Den Glauchauer Verein sieht er für die neue Saison gut aufgestellt. "Wenn das Gros der Mannschaft trotz des Abstiegs zusammenbleibt, spricht das für einen guten Spirit in der Truppe. Das habe ich auch schon anders erlebt", sagt Lutz Wienhold, der mit dem bisherigen Spielertrainer Jens Haprich einen Assistenten an der Seite hat, der sich beim VfB Empor bestens auskennt.

Der Verein plant mit drei, vier ehrgeizigen Neuzugängen, die sich in der Liga beweisen wollen. Dazu gehören Kapitän Christian Schade vom Westsachsenliga-Aufsteiger SV Waldenburg und Abwehrspieler Clemens Prasser vom Ex-Landesligisten SV Olbernhau.

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