Vom Miteinander begeistert

Dem Sommer-Neuzugang vom CFC gefällt es beim Drittligisten Zwickau. Der FSV stehe für Zusammenhalt und Teamgeist.

Karlsruhe.

Einige FSV-Fans waren skeptisch, als Sportdirektor David Wagner im Juni die Verpflichtung von Julius Reinhardt verkündete. Immerhin kam der 30-Jährige vom Bezirksrivalen Chemnitzer FC und hatte in der vergangenen Saison beim Drittliga-Absteiger keine herausragende Rolle gespielt. Wagner war aber von den Fähigkeiten des Abräumers im zentralen Mittelfeld überzeugt: "Julius ist ein echter Teamplayer, der in einer intakten Mannschaft viel bewegen kann."

Nach den ersten beiden Punktspielen der neuen Saison wurden Wagners Worte eindrucksvoll bestätigt. Dem starken Debüt gegen Halle ließ Reinhardt einen überzeugenden Auftritt in Karlsruhe folgen.

Beim Chemnitzer FC durchlebte der gebürtige Karl-Marx-Städter zuletzt eine Spielzeit zum Vergessen. Querelen im Vorstand, Trainerentlassung, Insolvenz und letztendlich der Abstieg. "Das war mein schlimmstes Jahr als Fußballer. Die Ereignisse will ich nicht noch einmal erleben müssen. Deshalb habe ich mich für Zwickau entschieden. Der FSV steht für Zusammenhalt und Teamgeist", erklärt der Blondschopf, der die Erfahrung von 39 Zweit- und 148 Drittligaspielen (1.FC Heidenheim, Eintracht Braunschweig, Chemnitzer FC) mitbrachte. Von seinen ersten Wochen bei den Rot-Weißen ist Reinhardt beeindruckt: "Hier herrscht ein enormes Miteinander. Das fängt bei der Vereinsführung über das Trainerteam an und geht über die Mannschaft bis hin zu den Fans weiter. Das macht den Verein stark, und damit werden wir erfolgreich sein." Was Reinhardt und seine Mitspieler in Karlsruhe bei tropischen Temperaturen boten, war aller Ehren wert. "Das war richtig brutal. Ich habe in meiner Karriere kein Spiel bestritten, wo es heißer war", betont der Routinier.

Reinhardt lobt die ganze Mannschaft für den couragierten Auftritt im Wildpark, kommt aber nicht umhin, die Stabilität im Zentrum zu preisen. Er habe im Mittelfeld eine gute Harmonie mit Davy Frick und Mike Könnecke gefunden, und dahinter hätten Toni Wachsmuth und Nico Antonitsch alles abgeräumt, was noch durchgekommen sei. "Wir sind auf einem guten Weg, den wir in Braunschweig fortsetzen wollen", kündigt Reinhardt an.

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