Zu viele Fehler kosten Spitzenrang

Die Handballerinnen des HC Glauchau/Meerane haben für ihre Moral im Verbandsliga-Topspiel ein Lob vom Trainer bekommen. Kritik gab es für die erste Hälfte - und das Schiedsrichtergespann.

Glauchau/Meerane.

Viel zu viele Gegentore seien es in der ersten Hälfte gewesen, so Björn Fröhlich. "So gehen manchmal Spiele aus", sagte der Trainer des HC Glauchau/Meerane nach der 27:29 (16:20)-Niederlage seiner Handballerinnen im Heimspiel gegen den HSV Mölkau. Die Gäste nahmen mit dem Erfolg nicht nur die zwei Zähler mit, sondern verdrängten den HC auch von der Verbandsliga-Tabellenspitze. Mit 34:6 Punkten liegt Glauchau/Meerane nun einen Zähler hinter den Haien aus Mölkau auf Platz 2 - und muss an den letzten beiden Spieltagen auf einen Ausrutscher hoffen, um vielleicht doch noch die Meisterschaft zu feiern. "Allerdings haben wir ein schweres Restprogramm und müssen erst mal unsere Hausaufgaben machen", so Fröhlich.

Dies gelang seinem Team beim Spiel am Sonntag in der ersten Hälfte nicht. Zu viele einfache Fehler habe sich die Mannschaft geleistet, sagte der Übungsleiter, auch in der Abwehr, aber zumeist im Angriff: "Wir waren nicht handlungsschnell genug und der Gegner hat das rigoros in Kontertore umgesetzt." Und so schenkte der beste Angriff der Liga (621 Treffer) der besten Abwehr (416) bis zur Pause 20 Gegentore ein.

Lob gab es dagegen für die Moral. "Es war nicht das Spiel, das wir uns vorgestellt haben - aber keiner hat aufgesteckt", so Fröhlich. In Hälfte zwei präsentierten sich die Gastgeberinnen defensivstark und ließen nur neun Gegentreffer zu. Nach einem Zwischenspurt glich Glauchau/Meerane zehn Minuten vor Schluss aus. In Überzahl verlor der HC den Ball und Mölkau ging wieder in Führung. "Das war ein kleiner Knackpunkt", sagte Fröhlich.

Im folgenden fehlte dem HC die Kraft, um die Partie zu drehen. Auch die Schiedsrichter machten es dem HC schwer. "In erster Linie haben wir wegen unserer Fehler verloren, aber einige Entscheidungen waren unverständlich", so Fröhlich. Eine unklare Linie bei Offensivfouls sowie nicht gegebene Zeitstrafen ärgerten ihn: "Einmal steht eine Gegnerin bei der Ballannahme mit dem Fuß im Aus, ein Schiedsrichter steht direkt dahinter und pfeift es nicht - so was kostet gerade in der engen Schlussphase viel Kraft."

HC: Elschker (9), Günner (2), Dittrich, Ehrentraut, Scheibe, Neef (4), Schneider, Gottschling, Einenkel (10/6), Wagler, Höhne (2), Kirschner, Schmutzler


Mit Hilfe zum Heimsieg

HC Glauchau-Meerane II - HV Böhlen 27:23 (11:13). Mit guter Besetzung konnte die HC-Reserve das Heimspiel gegen Böhlen gewinnen und damit letzte Zweifel am Verbandsliga-Klassenerhalt vorzeitig ausräumen. Mit Fabian Götze und Tim Planken gab es Hilfe aus der ersten Mannschaft. "Wir hatten lange Probleme mit dem sehr körperbetonten Spiel des Gegners", sagte Trainer Mario Schuldes. Zwischenzeitlich lag sein Team mit 9:13 (28.) hinten. In der zweiten Hälfte hatte der HC dank seiner Wechselmöglichkeiten die größeren Reserven, glich schnell aus und zog in der entscheidenden Schlussphase vom 19:19 (49.) auf 25:20 (56.) davon. Götze (8 Tore) und Planken (7) waren die besten Werfer der Gastgeber, die mit 16:20 Punkten den sechsten Tabellenplatz belegen. (mpf)

 


23 Zeitstrafen in einem Spiel

SV Lok Leipzig-Mitte - HSG Sachsenring 33:26 (18:12). Im Abstiegskampf der Verbandsliga wollten die Männer der HSG Sachsenring unbedingt in Leipzig punkten und zeigten bis zum 4:4 (7. Minute) einen guten Start. Dann begann allerdings ein Zeitstrafenfestival mit zehn Hinausstellungen bis zur Pause, denn die Unparteiischen pfiffen mehr als kleinlich. HSG-Trainer Thomas Sabin ärgerte sich über die aus seiner Sicht schlechteste Schiedsrichterleistung in zwei Jahren Verbandsliga. Am Ende standen für die HSG rekordverdächtige 13 Zeitstrafen und für Leipzig zehn Hinausstellungen auf dem Protokoll. Fast ständig in Unterzahl spielend, geriet die HSG bis zur Pause mit 12:18 in Rückstand. Nach dem Seitenwechsel verkürzten die Gäste auf 15:18 (35.), doch dann übernahmen die Hausherren wieder die Regie. Die HSG Sachsenring bleibt mit 13:25 Punkten Vorletzter. (mpf)

 

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