Marco Bezzecchi behauptet weiterhin WM-Führung

Das sächsische Team Prüstel GP bleibt in der Motorrad-WM in der Erfolgsspur. Der 19-jährige Italiener wurde in Barcelona Zweiter. Bei den deutschen Startern gab es Licht und Schatten.

Barcelona/Chemnitz.

Es war auch in Barcelona wie so oft in der Moto3-Klasse ein Kampf auf Biegen und Brechen, in dem letztlich Marco Bezzecchi vom sächsischen Rennstall Prüstel GP den Kopf oben behielt und als Zweiter über die Ziellinie fuhr. Nur dessen Landsmann Enea Bastianini war an diesem Tag besser und sicherte sich den Sieg beim Grand-Prix von Katalonien. Der Argentinier Gabriel Rodrigo vervollständigte als Dritter das Podium.

"In der letzten Runde habe ich die Augen zugemacht und voll durchgezogen", resümierte das Talent aus der VR46 Academy von Valentino Rossi das Rennen. Damit behauptete der KTM-Pilot aus dem italienischen Rimini nicht nur die WM-Führung, er bautet sie sogar noch aus. Bezzecchi hat jetzt 19 Zähler Vorsprung auf seinen Landsmann Fabio Di Giannatonio und 23 auf den spanischen Honda-Piloten Jorge Martin, der in Barcelona in der achten Runde nach einem Sturz ausschied.

Überglücklich über das Abschneiden seines Schützlings war auch Teammanager Florian Prüstel. "Marco ist eine Granate. Er wird von Rennen zu Rennen besser. Im Team fühlt er sich ausgesprochen wohl und gibt das mit Topleistungen zurück", sagte Prüstel, der auch zufrieden registrieren konnte, dass sein zweiter Pilot den elften Platz belegte. Der Tscheche Jakub Kornfeil rangiert mit 41 Punkten auf Rang neun der Gesamtwertung in der Moto3.

Die beiden "Sachsen" hatten in Barcelona insgesamt ein Wochenende mit Höhen und Tiefen erlebt. Noch am Freitag herrschte eitel Sonnenschein, als Bezzecchi und Kornfeil als die beiden Trainingsschnellsten registriert wurden. Am Sonnabend folgte dann die Ernüchterung. Der Italiener stürzte im Training, und im Qualifying reichte es nur zu Startplatz neun. Kornfeil wurde 14. Auch gestern Vormittag sah es nach einen Sturz im Warm up für den Italiener nicht besonders rosig aus. Doch beim Jubel auf dem Siegerpodest waren die Probleme alle vergessen.

In zwei Wochen geht es auf dem Traditionskurs im niederländischen Assen erneut um WM-Punkte. Bestätigt Marco Bezzecchi seine Form, kann er dann zwei Wochen später als Spitzenreiter in der Moto3 zu seinem Heim-Grand-Prix an den Start gehen. Dass ein sächsisches Team mit einer WM-Führung in der Tasche an den Sachsenring kommt, wäre bisher einmalig. Der einzige deutsche Pilot in der Moto3, Philipp Öttl, ging dagegen erneut leer aus. Der Sieger des Grand Prix von Jerez Anfang Mai fuhr als 16. über die Ziellinie, blieb damit ohne Punkte und liegt jetzt in der WM-Wertung auf Platz elf.

Besser machte es Marcel Schrötter. Der Pilot aus dem Dynavolt-Intact-Team, der von Startplatz drei ins Rennen gegangen war, erkämpfte in der Moto2-Klasse einen guten vierten Platz und verfehlte damit in seinem 100. Grand Prix nur knapp das Podest. Im Ziel fehlten 4,4 s auf Sieger Fabio Quartararo (Frankreich).

Das Rennen der MotoGP gewann Ducati-Pilot Jorge Lorenzo. Der dreifache Weltmeister aus Spanien holte sich seinen zweiten Sieg in Folge. Er kam vor seinem Landsmann Marc Marquez (Honda) ins Ziel. Italiens Superstar Valentino Rossi (Yamaha) komplettierte in einem sturzreichen Rennen das Podium. Nur 13 der 26 gestarteten Piloten sahen die Zielflagge. Unter den Gestürzten befand sich auch Vizeweltmeister Andrea Dovizioso (Ducati). Weltmeister Marquez baute seinen Vorsprung in der Meisterschaft aus. Der Titelverteidiger führt mit 115 Punkten vor Rossi (88) und Vinales (77). (dpa)

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