Optimismus trotz verpatzter Generalprobe

Am Wochenende startet in Oschersleben die Sportwagenrennserie ADAC- GT-Masters in ihre elfte Saison. Das Yaco-Racing-Team aus dem Vogtland will die gut betuchte Konkurrenz wieder ärgern.

Chemnitz.

Eine verpatzte Generalprobe verspricht eine erfolgreiche Premiere. Getreu dieser Devise geht am Wochenende das in Plauen beheimatete Yaco-Racing-Team in Oschersleben zum Saisonauftakt der ADAC-GT-Masters an den Start. Denn das erste Rollout zu den offiziellen Testtagen Anfang April verlief alles andere als vielversprechend. Das neue Getriebe spielte noch nicht so recht mit, sodass der 585 PS starke Audi R8 LMS mehr in der Box stand, als dass er auf dem Kurs in der Magdeburger Börde bewegt werden konnte. "Technische Probleme gehören zum Motorsport. Wir sind froh, dass sie bei den Tests aufgetreten sind. Im Rennen wäre das schlimmer gewesen", blickt Philip Geipel auf den Kaltstart zurück.

Der 30-jährige Sohn von Teamchef Uwe Geipel wird sich wie im Vorjahr das Cockpit mit der Schweizerin Rahel Frey, der ehemaligen DTM-Pilotin, teilen. Das Duo bestreitet 2017 seine vierte Saison gemeinsam und will als das sympathische Familienteam aus dem Vogtland gegen die Konkurrenz finanzkräftigerer Rennställe von Mercedes, Porsche, Lamborghini, BMW, Nissan und Corvette wieder den Hecht im Karpfenteich spielen.

Im vergangenen Jahr ist ihnen das bereits mehrere Male gelungen. Beim Lauf in Zandvoort holten sie ihren ersten Rennsieg. Auf dem Sachsenring startete Philip Geipel eine furiose Aufholjagd und fuhr unter dem Jubel der Zehntausenden Fans als Zweiter ins Ziel. "Das war eine Sternstunde für unser Team. So etwas wird ewig in Erinnerung bleiben", sagt Teamchef Uwe Geipel, der ehemalige DDR-Rallyemeister.

Die Konkurrenz in dieser Saison ist so groß wie nie. 17 Teams haben gemeldet. Bei den Tests in Oschersleben waren die Porsche mit Werksfahrer Sven Müller die Schnellsten. Gespannt darf man sein, wie sich Stefan Mücke schlägt. Der ehemalige DTM-Pilot und Sohn von Tourenwagen-Legende Peter Mücke sitzt in einem Mercedes-AMG GT3 und wird einige Rennen bei den GT-Masters bestreiten. Ansonsten pilotiert der Berliner einen Ford in der Langstrecken-WM. Vom 15. Bis 17. September macht die Rennserie, die sich in der Region zunehmender Beliebtheit erfreut, wieder Station auf dem Sachsenring. Vielleicht gelingt dann Rahel Frey und Philip Geipel in ihrem Audi R8 ein ähnliches Husarenstück wie in den Niederlanden.

Saisonkalender 28. - 30. April: Oschersleben, 19. - 21. Mai: Lausitzring, 9. - 11. Juni: Red-Bull-Ring/Österreich, 21. - 23. Juli: Zandvoort/Niederlande, 4. - 6. August: Nürburgring, 15. - 17. September: Sachsenring, 22. - 24. September: Hockenheimring.

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