Testeinsatz für neue Blitzer im Vogtland: Auerbach könnte bald wieder Raser jagen

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Noch ist nicht entschieden, ob und wann die Stadt wieder auf Tempokontrollen in Eigenregie setzt. Weshalb trotzdem bereits Messfahrzeuge am Straßenrand gesichtet werden.

Auerbach/V. Die Zeiten, in denen Temposünder in Auerbach leichtes Spiel hatten, könnten bald enden. Die Stadt erwägt, die zum Jahresende 2021 ausgelaufene Geschwindigkeitsüberwachung im Stadtgebiet und den Ortsteilen wieder aufzunehmen.

So weit ist es allerdings noch nicht - auch wenn in dieser Woche ein Fahrzeug mit Lasertechnik zur Geschwindigkeitsmessung im Stadtgebiet gesichtet wurde, zuletzt am Donnerstag auf der Kaiserstraße. "Wir sind in der Sondierungsphase, erkunden den Markt in Bezug auf Anbieter und Technik", bestätigt Ordnungsamtsleiterin Anja Löffler-Seifert. Das letzte Wort habe in der Angelegenheit der Stadtrat. Zudem müsse dem etwaigen Neustart der kommunalen Raserjagd eine Ausschreibung vorausgehen.

Auf die letzte war der Zuschlag im Frühjahr 2020 erteilt worden. Anderthalb Jahre setzte die Stadt bei der Verkehrsraumüberwachung auf einen Dienstleister aus Chemnitz. Der Vertrag wurde nicht verlängert, Ende vergangenen Jahres war Schluss. Seitdem haben Raser in Auerbach nichts zu befürchten - jedenfalls nicht vom städtischen Ordnungsamt. Polizei und Verkehrsbehörde des Vogtlandkreises sind mit Laserpistole und Blitzerwagen natürlich weiterhin aktiv.

Ordnungsamtschefin Löffler-Seifert verweist zur Begründung für den möglichen Neustart der Verkehrsraumüberwachung auch auf Beschwerden von Bürgern, die sich über Geschwindigkeitsüberschreitungen in ihrem Wohnumfeld beklagen und Tempokontrollen fordern. Die Kaiserstraße, das Neubaugebiet, die Ortsdurchfahrten von Rebesgrün und Reumtengrün seien da Schwerpunkte. Bislang behelfe sich die Stadt mit zwei Tempo-Anzeigen. Doch die blinkenden Smileys haben nur erzieherischen Wert, Geschwindigkeitsübertretungen ahnden kann die Stadt damit nicht.

Um wieder aktiv werden zu können, checkt das Ordnungsamt zurzeit Anbieter und erkundet technische Möglichkeiten. Es gibt die unterschiedlichsten Angebote, zählt Anja Löffler Seifert auf: Technik zur Miete oder zum Kauf, mit Basisfahrzeug oder ohne, mal mit Fachpersonal, mal ohne. "Wir machen uns kundig, wollen herausfinden, was für Auerbach geeignet wäre", so die Leiterin des Ordnungsamtes.

Das geht soweit, dass Anbieter ihre Laser basierte Messtechnik vor Ort und im Einsatz demonstrieren. So wie diese Woche eine Firma aus Hessen. Allerdings ohne dass das Konsequenzen für Kraftfahrer hat, die zu schnell an dem grauen Messwagen vorbeigerauscht sind. Aber wie gesagt: Das könnte sich bald ändern.

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