Einmal im Jahr bringen Hobbys etwas Geld für den guten Zweck

Von einem Multifunktionär mit Herz, dem sächsischen König des Kartenspiels, einem Retter alter Kunst und vielen spendablen Menschen.

Frank Haupt, Multifunktionär aus Langenchursdorf, ist nicht nur Ortsvorsteher, sondern auch beim Sportverein, beim Fasching und bei der Organisation der inzwischen traditionellen Hobbyausstellung engagiert. Zur jüngsten Ausstellung im vergangenen Jahr hatten 15 Aussteller ihr Hobby präsentiert. Hannelore Stiebitz und Frank Haupt waren dabei fürs Einsammeln der Standgebühren und der Eintrittsgelder zuständig. Jahr für Jahr werden diese Einnahmen einem guten Zweck zugeführt. Diesmal kamen 350 Euro zusammen, die Haupt gemeinsam mit Callenbergs Bürgermeister Daniel Röthig (CDU) bei einem Besuch beim Hospiz- und Palliativdienst Chemnitz an die Vereinschefin Anja Merkel übergaben. In einem einstündigen Gespräch erfuhren die beiden eine Menge über die ehrenamtliche Arbeit bei der Versorgung Sterbender. 1999 gegründet, kann sich der Verein heute auf mehr als 200 Mitglieder stützen. Die Hospizarbeit des Vereins finanziert sich zu zehn Prozent aus Spenden. Das bedeutet, dass jährlich rund 120.000 Euro als Spendensumme aufgebracht werden müssen. (hpk)

Ute Hoch (72) freut sich über jeden Cent, den Spender aus der Region der Kinderhilfe Lichtenstein zukommen lassen. Diesmal durfte sich die Vereinsvorsitzende der Kinderhilfe gleich mal über 50.000 Cent freuen. Denn genau 500 Euro spendete der Sozialausschuss des Betriebsrates von VW Mosel dem Verein. Die eigentlichen Spender sind aber die VW-Mitarbeiter, die ihren Lohn jeden Monat um das kleine Kupferne abrunden lassen. Durch spendet jeder VW-Mitarbeiter im Jahr 11,88 Euro für einen guten Zweck. 2019 kamen insgesamt bei der Rest-Cent-Aktion 84.700 Euro zusammen. Unter den 140 Anträgen auf Unterstützung war auch die Kinderhilfe Lichtenstein. Das Geld fließt in die Arbeit mit Kindern finanzschwacher Familien. (hpk)

Martin Köhler (65) wird heute wieder viel Hirnschmalz investieren. Der Hohenstein-Ernstthaler nimmt an der Verbandsgruppenmeisterschaft im Skat teil. Die geht heute ab 10 Uhr im Hotel "Drei Schwanen" in Hohenstein-Ernstthal über die Bühne. Rund 120 Skatspieler sind angemeldet. Zugelassen sind nur Mitglieder von Vereinen, die zur Verbandsgruppe gehören. Martin Köhler geht diesmal als amtierender Sachsenmeister im Skat an den Tisch. Seit er im März 2019 die Einzelmeisterschaft gewonnen hat, zählt er natürlich zum Favoritenkreis der Verbandsgruppe. Beim Sachsenchampionat sind die 100 besten Qualifikanten aus den Regionalmeisterschaften angetreten. An zwei Tagen wurden sieben Serien zu je 48 Spielen über die Bühne gebracht. Bei dem anstrengenden Turnier ließ der Routinier aus der Karl-May-Stadt mit 9321 Spielpunkten alles hinter sich und krönte sich so zum sächsischen Skatkönig. Wie die Chancen diesmal stehen? "Da können viele vorn mitmischen. Es kommt ja nicht nur auf strategisches Denken an, sondern zu einem Großteil auch aufs Kartenglück", sagt Köhler. (hpk) Thomas Heinicke (66) aus dem Oberwieraer Ortsteil Wickersdorf ist in der Region vor allem durch seine Arbeiten als Restaurator und Hauptakteur der Reihe "Kunst und Krempel" des Stadtmuseums Lichtenstein bekannt. Dort bewertet er als Sachverständiger Gemälde, Grafiken, kleine Möbel, Uhren aller Art, Zinn, Silber, Porzellan und andere Kunstgegenstände, die Besucher zur Veranstaltung mitbringen. Auch in diesem Jahr wird Heinicke wieder eine solche Veranstaltung bestreiten. Die ist für den 10. Mai, 15 Uhr im Daetz-Centrum geplant. Dass er auch malt, wissen zumindest die Kenner der Szene. Vom 25. Januar bis zum 15. April sind Malerei, Druckgrafiken und Plastiken des Wickersdorfers unter dem Titel "Xenanien und Sittenbilder" im Schloss Waldenburg zu sehen. Im Mittelpunkt der ausgewählten Arbeiten stehen weibliche Fabelwesen. (hpk)

Jens Börnig (41), Ortswehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Wüstenbrand, konnte diese Woche einen beachtlichen Erlös des Wüstenbrander Winterfeuers vermelden. Bei der Veranstaltung am 11. Januar sind 1657,23 Euro eingenommen worden. Die sollen nun für gemeinnützige Zwecke gespendet werden. "Wohin wir das Geld spenden, entscheiden wir in den nächsten Tag zusammen mit dem Deutschen Roten Kreuz", sagt Jens Börnig. Das Winterfeuer, bei dem ausrangierte Weihnachtsbäume verbrannt werden, veranstalten die Wüstenbrander Kameraden gemeinsam mit dem Ortsverband des DRK. In diesem Jahr gab es dabei eine Premiere. Die Besucher konnten Vorschläge unterbreiten, wie das Geld verwendet werden soll. Nach der Veranstaltung mit mehreren Hundert Gästen fanden sich im alten Feuerlöscher, in den die Zettel mit den Ideen eingeworfen werden konnten, immerhin 16 Vorschläge. (mpf)

0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...