Großer Bahnhof im kleinen Callenberg

Hoher Besuch beim Frühjahrsempfang des Callenberger Bürgermeisters. Stargast war Sachsens Ministerpräsident.

Callenberg.

Am Dienstag hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer seinen 44. Geburtstag gefeiert. Am Mittwoch traf der CDU-Politiker bei einem Empfang in Leipzig Prinz Charles und Herzogin Camilla. Am Freitag ging es dann von der politischen Weltbühne ins kleine Callenberg nach Westsachsen.

Zum zweiten Mal in kurzer Zeit hat es Bürgermeister Daniel Röthig (CDU) geschafft, einen sächsischen Regierungschef mit Erfolg in die kleine Gemeinde einzuladen. Vorgänger Stanislaw Tillich (CDU) war erst vor zwei Jahren anlässlich der Einweihung des Skateparks in Callenberg in der Gemeinde angereist. Diesmal war es der jährliche Frühjahrsempfang des Bürgermeisters der Gemeinde, zu dem Tillich-Nachfolger Michael Kretschmer einen Abstecher machte. Der Landesvater durfte miterleben, was im ländlichen Raum möglich ist. Die Gäste in der Sporthalle in Langenberg erlebten ein kleines Programm mit Chor und Flötengruppe der Grundschule. Für Begeisterung sorgte die Grundschul-Tanzgruppe, die eine Choreografie nach einem Medley mit Melodien aus dem Film "Saturday Night Fever" aufs Parkett zauberten.


Wegweisende Reden waren im Protokoll freilich nicht vorgesehen. Dennoch erlaubte sich der CDU-Mann Kretschmer ein wenig Wahlkampf. "Ich bin auch mit dem Ziel angetreten, den ländlichen Raum zu stärken und die Kommunen im ländlichen Raum mit mehr Geld auszustatten", sagte der Landesvater. Schwerpunkte seiner Politik seien die Förderung des Ehrenamtes, ebenso der Breitbandausbau als Voraussetzung. "Soll der ländliche Raum eine Zukunft haben, brauchen wir diese Technologie", begründete er die Investition in Höhe von 700 Millionen Euro. Außerdem wolle er so schnell wie möglich die versprochenen 1000 Stellen zusätzlich bei der Polizei schaffen.

Der eng gestrickte Terminkalender des sächsischen Oberhauptes erlaubte es ihm allerdings nicht, die Bilanz des Bürgermeisters zu hören. Als Röthig vor sechs Jahren das Amt antrat, habe vieles im Argen gelegen, sagte er. Heute sei die Kommune wirtschaftlich wie finanziell stabil. Am Jahresende werde die Pro-Kopf-Verschuldung mit 54 Euro eine der niedrigsten im Landkreis sein. Die Kommune kann in diesem Jahr 6000 Euro pro Einwohner in Investitionen stecken.

Seit 20 Jahren gibt es die Gemeinde in ihrer heutigen Struktur. "Es war eine Zwangsheirat", so Röthig. Was daraus geworden ist, könne sich sehen lassen.

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1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 0
    0
    suzuki
    14.05.2019

    Landesvater, und das gleich mehrfach, ein 44-Jähriger treuer Parteisoldat, der außer Wahlversprechen allerorts noch nichts Zählbares geliefert hat. Da kann ich nur sagen: Hallo Papi, mach mal! Früher nannte man die Art der Berichterstattung: Personenkult.
    PS: Natürlich weiß ich, dass dieser Kommentar nicht veröffentlicht wird. Aber zwecks Ablehnung wird er gelesen. Und das ist doch schon mal was.



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